Interne Navigation: Zum Inhalt dieser Seite. | Zur Hauptnavigation. | Zur Unternavigation der Rubrik Nachrichten. | Zum Inhaltsverzeichnis und der Hilfe. | Zum Beginn dieser Seite. |

Seitenanfang

 

Ihr unabhängiger Altersvorsorge-Berater

 

Interne Navigation: Zum Inhalt dieser Seite. | Zur Hauptnavigation. | Zur Unternavigation der Rubrik Nachrichten. | Zum Inhaltsverzeichnis und der Hilfe. | Zum Beginn dieser Seite. |

Interne Navigation: Zum Inhalt dieser Seite. | Zur Hauptnavigation. | Zur Unternavigation der Rubrik Nachrichten. | Zum Inhaltsverzeichnis und der Hilfe. | Zum Beginn dieser Seite. |

Inhalt:

Mann schaut kritisch auf Laptop

Vorne hui, hinten pfui?

Konstanter Garantiezins und Überschussbeteiligungen machen sich gut in der Wirtschaftskrise. Doch für wen lohnen sich Kapitallebens- und private Rentenversicherungen?

 

Berlin (mjj). Eigentlich sind Sparer sinkende Zinsen gewohnt. Der Garantiezins, den Versicherungen ihren Kunden über die gesamte Laufzeit zusichern dürfen, sank die letzten Jahre beständig. In den 90er Jahren zahlten Versicherungen noch um die vier Prozent. Im Laufe der Jahre sank der Zinssatz immer weiter auf nunmehr 2,25 Prozent seit 2007. Dieser Zinssatz, der eigentlich Höchstzinssatz heißt, soll nun fortbestehen. Das empfiehlt seit letzter Woche die Deutsche Aktuarvereinigung, eine berufsständischer Verband der Versicherungs- und Finanzmathematiker mit rund 3.200 Mitgliedern.

Seine Empfehlung richtet sich an das Bundesfinanzministerium, welches den Höchstzinssatz per Verordnung festlegt. Die Datengrundlage für die Ermittlung eines neuen Höchstrechnungszinses bilden die Umlaufrenditen 10-jähriger Anleihen der öffentlichen Hand. Folgt das Ministerium der Empfehlung, erhalten alle Neukunden den unveränderten Garantiezinssatz. Für Kunden, die sich vor Jahren noch höhere Zinssätze sichern konnten, ändert sich nichts - ihr Zinssatz bleibt unverändert.

Garantiezins ist nur eine Seite der Medaille

Sparer, die nun Besuch von einem Versicherungsvertreter bekommen, sollten enen Blick auf den Garantiezins riskieren. Er ist nur ein Teil des Renditeversprechens einer Versicherung und bezieht sich nur auf den Sparanteil. Das ist jener Teil der Einzahlungen, die nach Abzug der Kosten übrig bleibt (Beispiel am Textende). Deswegen ist die tatsächliche Verzinsung einer privaten Rentenversicherung oder einer kapitalbildenden Lebensversicherung, bezogen auf die Gesamtbeiträge, geringer. Arno Gottschalk fasst den Umstand in Zahlen: Nach seinen Berechnungen beträgt die Ablaufleistung einer privaten Rentenversicherung für einen 30 Jahren alten Mann, der monatlich 100 Euro einzahlt und mit 67 in Rente geht, bei einem guten Versicherer 64.523 Euro. Damit erreicht das Angebot eine garantierte Verzinsung von 1,9 Prozent. Das schlechteste Angebot für den Musterfall brachte nur 0,7 Prozent ein (Ablaufleistung: 50.746 Euro).

Das zweite Renditestandbein sind Überschussbeteiligungen. Sie werden nicht garantiert und können von Jahr zu Jahr schwanken. Ihre Höhe hängt vom Geschick der Versicherer ab, Kundengelder kostensparend und gewinnbringend am Markt zu platzieren. Die aus den Investments erarbeiteten Gewinne werden zum Teil in Form von Überschussbeteiligungen ausgeschüttet.

Die Schattenseite konstanter Überschussbeteilgungen

Auch bei Überschussbeteilgungen für private Rentenversicherungen zeichnet sich nach einer Analyse der Ratingagenur Franke und Bornberg Kontinuität ab: Trotz Finanzkrise halten die meisten Lebensversicherer ihre Überschussbeteiligung für 2010 auf Vorjahresniveau, nur etwa jeder dritte Anbieter senke die laufende Verzinsung ab, berichten die Experten. Doch dies sei nur die halbe Wahrheit. Bei unveränderter Überschussbeteiligung zeigen sich zum Teil deutliche Veränderungen in der Ablaufleistung (die der Kunde im Alter erhält) und / oder im Rückkaufswert, also dem Betrag, den der Kunde bei vorzeitiger Kündigung erhält. "Wir vermuten, dass sich die Versicherer bei ihrer Tarifgestaltung nicht am Bedarf des Kunden, sondern daran orientieren, was sich am besten verkaufen lässt", kritisiert Geschäftsführer Michael Franke. So würden viele Vermittler beim Verkauf lediglich die Höhe der aktuellen Überschussbeteiligung und die Ablaufleistung ins Feld führen. Diese einseitige Betrachtung könne für den Kunden später zur verlustreichen Falle werden.

Fanke und Bornberg ermittelten aus Rentenversicherungstarifen von 27 Gesellschaften für einen Modellfall (männlich, 32 Jahre, Renteneintritt mit 67 Jahren, 100 Euro Monatsbeitrag, 10 Jahre Rentengarantiezeit) einen aktuellen laufenden Zinsüberschuss von 4,14 Prozent und höchst unterschiedliche Ablaufleistungen: Die höchste liege für 2010 bei 107.767 Euro, die niedrigste bei 64.245 Euro.

Private Rentenversicherungen

Private Rentenversicherungen sind für Verbraucherschützer Arno Gottschalk am ehesten für konservative Anleger geeignet, die Durchhaltevermögen besitzen. Denn wird eine Rentenversicherung in den ersten Jahren gekündigt, drohe aufgrund der Abschluss- und Verwaltungskoten vielfach ein Verlustgeschäft. "Oft wissen Verbraucher auch gar nicht genau, was sie abschließen. So kommt es vor, dass Sparer fondsbasierte Rentenversicherungen unterschreiben", so Gottschalk. Hier wird das Geld der Kunden verstärkt an der Börse angelegt. Damit steigt das Verlustrisiko.

Vor allem für Selbstständige kann eine private Rentenversicherung allerdings eine Alternative sein, wenn sie keinen Anspruch auf eine Riester-Rente oder betriebliche Altersvorsorge haben. Eine private Rentenversicherung lockt zudem mit einem Steuervorteil: Nur 17 Prozent der ausgezahlten Rente müssen mit 67 Jahren versteuert werden. Im Vergleich zur Rürup-Rente, die ein staatlich gefördertes Altersvorsorgeprodukt für Selbstständige ist, ist eine Auszahlung des angesparten Kapitals zum Rentenbeginn möglich. Bei der Rürup-Rente kann lebenslang nur eine monatliche Renten fließen.

Sparer, die sich für eine private Rentenversicherung entscheiden, sollten sich bei der Auswahl des passenden Angebots gut beraten lassen. Die Stiftung Warentest hat errechnet, dass die meisten Policen sich aufgrund hoher Abschluss- und Verwaltungskosten erst rechnen, wenn der Versicherte über 90 Jahre alt wird. Im letzten Test hat sie allerdings auch zwei "sehr gute" Policen recherchiert (siehe Infobox).

Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung ist im Prinzip ein Kombi-Produkt: Sie verbindet einen Sparvorgang für das Alter mit der Absicherung von Hinterbliebenen. "Doch was auf den ersten Blick wie eine gelunge Kombination aus Risikoschutz und Sparplan aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein Angebot, das in aller Regel keine geeignete Lösung für Vorsorgesparer ist", so die Stiftung Warentest.

Weil ein Teil der Beiträge in die Risikovorsorge fließen, wird weniger angespart. Stiftung Warentest rät, Hinterblienene über eine Risikolebensversicherung abzusichern. So bleiben Sparer auch flexibler und können gegebenfalls ihre Altervorsorge in Notzeiten aussetzen ohne den Risikoschutz zu gefährden.

Komplizierter Wegbegleiter

Lebens- und private Rentenversicherungen sind komplizierte Produkte, wie ein Blick in die Beitragsgestaltung zeigt: Im Todesfall zahlt eine Kapitallebensversicherung Hinterbliebenen einen Betrag oder eine Rente. Für dieses "Leistungsrisiko" lassen sich Versicherungen bezahlen. Dementsprechend setzt sich der Versicherungsbeitrag aus drei Bestandteilen zusammen.

  • Der Teil der Beiträge, den die Versicherung zur Deckung des Todesrisikos einbehält, nennt man Risikobeitrag. Er steht dem direkten Sparprozess nicht zur Verfügung.
  • Abschluss- und Verwaltungskosten schlagen sich im Kostenbeitrag nieder.
  • Nach Abzug der Risiko- und Sparbeiträge ergibt sich der Sparanteil. Nur dieser Teil wird verzinst.

Assekurata, eine Ratingagentur für Versicherungsprodukte, gibt an, dass im Marktdurchschnitt bei einer Kapitallebensversicherung mit 30 Jahren Laufzeit für einen 30-jährigen Mann nur rund 80 Prozent der Prämie für den Sparprozess zur Verfügung stehen.

Wurde bislang die Höhe der Prämienkomponenten in der Regel nicht veröffentlicht, so müssen Versicherungen durch die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes nun die in der Prämie einkalkulierten Kosten offenlegen.

 

Interne Navigation: Zum Inhalt dieser Seite. | Zur Hauptnavigation. | Zur Unternavigation der Rubrik Nachrichten. | Zum Inhaltsverzeichnis und der Hilfe. | Zum Beginn dieser Seite. |

Themenhinweise:

Aktuelles Topthema

Arbeitslos vorsorgen

Mann schaut auf Computer-Monitor.

Was tun mit Riester und Co., wenn der Job weg ist.
Beitrag lesen

Umfrage

Familien-Pflegezeit: Könnten Sie beruflich kürzer treten, um Angehörige zu pflegen?

Ergebnis betrachten

Weitere Top-Themen

Riestern für Schüler

Jobben und Zulagen kassieren.
Beitrag lesen

Versorgungsausgleich

So teilt das Familiengericht bei einer Scheidung.
Beitrag lesen

Versicherungsmakler

Was Makler froh macht und Kunden nützt.
Beitrag lesen

Video

Viele Euroscheine.

Die Rentenformel

Vier Faktoren - ein Ergebnis.
Zum Video

 

Interne Navigation: Zum Inhalt dieser Seite. | Zur Hauptnavigation. | Zur Unternavigation der Rubrik Nachrichten. | Zum Inhaltsverzeichnis und der Hilfe. | Zum Beginn dieser Seite. |

/* /* ]]> */