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Das Prinzip des Durchschnittskosteneffekts ist einfach: Bei sinkenden Kursen gibt es mehr Fondsanteile fürs Geld. Steigen die Kurse, wird der einzelne Anteil teurer. Bei gleicher Einzahlung erwirbt man also weniger Anteile. Wenn ein Anleger über einen längeren Zeitraum in einen Fondssparplan einzahlt, können zwischenzeitlich sinkende Kurse zum Vorteil für ihn werden. Vorausgesetzt die Kurse steigen, bevor man seine Anteile verkauft.
Der Durchschnittskosteneffekt wird bei Anlageformen mit starken Kursschwankungen wie zum Beispiel Aktien wirksam. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sie im langfristigen Durchschnitt eine höhere Rendite abwerfen und es so ermöglichen, bei gleichem Aufwand ein wesentlich höheres Vorsorgevermögen aufzubauen.
Voraussetzung dafür ist ein möglichst langer Vorsorgezeitraum von 15, 20 oder 30 Jahren und eine Anlage in soliden Aktien oder in Aktienfonds, die nicht in Unternehmen mit Pleitegefahr anlegen. Zum anderen sorgen die starken Wertschwankungen dafür, dass der Anleger seine Anteile günstiger erhält, wenn er regelmäßig gleich hohe Raten einzahlt. Er bekommt für seine Einzahlung also mehr Anteile.
Gegen diese Argumentation für einen Fondssparplan mag der renditeorientierte Käufer einwenden, dass man zuschlagen sollte, wenn der Kurs günstig ist. Das hat etwas für sich, denn wer kauft schon blind per Dauerauftrag, ohne vorher den Preis zu kennen? Andererseits fällt es dem Börsenlaien schwer, einen günstigen Preis zu erkennen.
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Autor: Michael Krause
Zuletzt aktualisiert am 01.03.2007