Ihr unabhängiger Altersvorsorge-Berater
Immer mehr Bürger treten den Gang an die Börse an. Viele vertrauen sich dabei Fondsmanagern an, die durch das größere Volumen eines Investmentfonds die Risiken breiter streuen können als ein einzelner privater Anleger.
Es gibt unterschiedliche Typen von Investmentfonds. Der Aufbau eines Vorsorgevermögens gelingt mit Investmentfonds auf besonders flexible Weise. Möglich sind regelmäßige Einzahlungen in einen Fondssparplan, diese können aber jederzeit ausgesetzt werden. Auch sind Wechsel in der Höhe der Raten problemlos möglich, ebenso wie gelegentliche Einmalzahlungen, wenn es der Geldbeutel gerade erlaubt.
Eine Fondsanlage ist zudem sehr transparent. Die Anteilspreise werden börsentäglich neu ermittelt, indem das gesamte Fondsvermögen durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile geteilt wird. Weil fast alle Fonds an jedem Börsentag gekauft und verkauft werden können, berechnen die Gesellschaften den Wert der Anteile auch täglich. Der Anleger kann leicht ermitteln, wie hoch der Wert seines Fondsdepots ist. Die Erträge werden entweder jährlich ausgeschüttet oder gleich wieder angelegt (thesauriert). Auch die Kosten sprechen für Fonds. Während bei fast allen Lebens- und Rentenversicherungen zu Beginn die Abschluss- und Verwaltungskosten für die gesamte vereinbarte Laufzeit anfallen und der Rückkaufwert der Police deshalb oft viele Jahre im Minus liegt, fällt bei Fonds der Ausgabeaufschlag nur für die tatsächliche Einzahlung an. Wer einen Fondssparplan vorzeitig abbricht, zahlt nicht wie bei einer Versicherung Kosten für gar nicht entrichtete Raten. Der einmalige Ausgabeaufschlag stellt die Differenz zwischen dem Ausgabe- und dem Rücknahmekurs dar. Er liegt zwischen null und zehn Prozent und kann manchmal auch heruntergehandelt werden. Neben dem Ausgabeaufschlag, für den man gleich beim Kauf in die Tasche greifen muss, sind Verwaltungsgebühren zu entrichten, die sich nur indirekt bemerkbar machen, weil sie dem Fondsvermögen entnommen werden. Nach einer Untersuchung des Research-Instituts Financial Webworks lagen die Verwaltungsgebühren für die im Jahr 1998 auf den Markt gekommenen Fonds durchschnittlich bei 1,09 Prozent der Anlagesumme. Im Jahr 2001 kletterten sie auf 1,28 Prozent der Investition.
Der Kunde kann die Anteile direkt bei einer Fondsgesellschaft oder über eine Bank kaufen. Bei der Auswahl des geeigneten Fondstyps und der erfolgversprechendsten Fondsgesellschaft helfen unabhängige Anlageberater, Fachzeitschriften, Börsenzeitungen, Internetauftritte und die Ratings unabhängiger Agenturen. Eine Auswahl von Internetadressen finden Sie unter Fondslinks.
Der Wert eines Anteils entspricht immer zu 100 Prozent dem Börsenwert der enthaltenen Wertpapiere. Es findet also keine Glättung wie bei einer Versicherung statt, wo die Gesellschaften einen Teil der Erträge vor ihren Versicherten zurückhalten, um mit ihnen die Ergebnisse in schlechten Zeiten ausgleichen zu können. Allerdings können nach den Werbeaussagen der Fondsgesellschaften auch die Fondsanleger über einen langfristigen Sparplan einen solchen Risikoausgleich erreichen. Sie argumentieren dabei mit dem Durchschnittskosteneffekt.
Copyright: wdv OHG
Autor: Michael Santak
Zuletzt aktualisiert am 10.01.2005