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ihre-vorsorge.de: Eine Initiative der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

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Die Qual der Wahl(tarife)

Die für die Versicherten wohl wichtigste Neuerung durch die Gesundheitsreform sind die Wahltarife, die die gesetzlichen Kassen seit dem 1. April anbieten können oder müssen. Gesetzlich Versicherte können nun nicht nur zwischen verschiedenen Kassen, sondern auch bei ihrer Versicherung auch zwischen verschiedenen Tarifen wählen. www.ihre-vorsorge sagt Ihnen, was Ihnen die neuen Tarife bringen und auf welche Fallstricke Sie achten sollten.

Viele gesetzlich Versicherte erhalten in diesen Tagen wegen der neuen Wahltarife Post von ihrer Kasse oder Anrufe von Call-Centern. Wichtig ist zunächst: Niemand muss jetzt aktiv werden! Wer will, kann einfach alles beim Alten belassen. Es laufen auch keine Fristen ab. Für oder gegen die neuen Tarife kann man sich auch noch zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Hausarzt-Tarife: kaum ein Risiko

Hausarzt-Tarife gab es schon vor der Gesundheitsreform. Versicherte, die diesen Tarif wählen, müssen immer erst zu ihrem Hausarzt gehen. Er "managt" Diagnose und Behandlung einer Krankheit. Erst mit seinem Überweisungsschein dürfen Kranke zum Spezialisten. Das spart Kosten. Versicherte können im Gegenzug mit dem Erlass der Praxisgebühr oder anderen Vorteilen rechnen. Alle gesetzlichen Krankenkassen müssen einen solchen Tarif jetzt anbieten.

Chroniker-Tarife: für Betroffene ein "Muss"

Chronisch Kranke, wie etwa Diabetiker, können diese Tarife wählen. Auch diese Tarife gab es bereits vor der neuesten Reform. Versicherte profitieren von Behandlungsprogrammen und weiteren Vergünstigungen. Auch hier gilt: Alle gesetzlichen Krankenkassen müssen einen solchen Tarif jetzt anbieten.

Selbstbehalt-Tarife: allenfalls für Kerngesunde

Die neuen Selbstbehalt-Tarife sollen die Versicherte dazu bewegen, medizinische Leistungen sparsam in Anspruch zu nehmen. Versicherte zahlen bis zu einem Maximalbetrag eventuelle Behandlungskosten selbst. Dafür erhalten sie einen Bonus. Gehen sie selten zum Arzt, geht die Rechnung auf. Wer hier nicht auf das Kleingedruckte achtet, kann ein böses Erwachen bevorstehen.

"Geld-zurück"-Tarife: keine Kostenrisiko

Im Gegensatz zu den Selbstbehalt-Tarife bergen diese Tarife kein Kostenrisiko. Wer die Krankenkasse ein Jahr lang nicht in Anspruch nimmt, wird mit einer Beitragsrückzahlung belohnt.

Privat-Tarife: Zahlen wie ein Privatpatient

Der Privatpatient ist König. Wer sich mal so fühlen will, muss die Arztrechnungen selbst begleichen und erhält später von der Kasse Geld zurück - allerdings bestimmt nicht den vollen Betrag. Denn die Ärzte dürfen bis zum 3,5-fachen des gesetzlichen Satzes verlangen.

Naturheilmittel-Tarife: schwer zu kalkulieren

Die Krankenkassen können Wahltarife anbieten, in denen - gegen eine zusätzliche Versicherungsprämie - Naturheilmittel und Naturheilverfahren eingeschlossen sind.

 

Hinweis: Diese Informationen entsprechen dem Rechtsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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