Immer mehr Renten-Methusalems
Deutschland wird älter. Das macht sich auch in den Statistiken der Rentenversicherer bemerkbar. Innerhalb von nicht einmal zehn Jahren hat sich die Zahl der über 100 Jahre alten Rentnerinnen und Rentnern fast verdreifacht. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen...
Ab 2012 wird schrittweise die Rente mit 67 eingeführt. Diesen Beschluss hat die Bundesregierung im Herbst 2010 - nach Kenntnisnahme eines Prüfberichts zur Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer - erneut bestätigt. Einer der Gründe für diese politisch umstrittene Weichenstellung ist auch die seit Jahrzehnten wachsende Zeit des Rentenbezugs. Denn inzwischen bekommen Rentnerinnen und Rente ihre Altersbezüge im Durchschnitt 18,2 Jahre lang gezahlt - mehr als acht Jahre länger als vor 50 Jahren. Wissenschaftler erwarten, dass dieser Zeitraum ohne eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis 2030 um mehr als zwei weitere Jahre wachsen würde.
Dieser Trend hat eine ständig wachsende Leistungsausweitung der Rentenversicherung zur Folge, die bezahlt werden muss - entweder über einen steigenden Beitragssatz, eine Kürzung der monatlichen Rentenbezüge oder über eine schrittweise Verschiebung des Renteneintrittsalters. Aus Sicht vieler Experten ist die Rente mit 67 der beste Weg zu einer generationengerechten Lösung dieses Problems.





