Mit fünf Euro ist man dabei
Berufskollegschüler diskutierten mit Renten-Experten der KBS über Altersvorsorge.
Jacqueline ist sich sicher: "Ich weiß jetzt, wie ich für mein Alter vorsorgen kann." Die Schülerin des Berufskollegs Castrop-Rauxel ist eine von 200 jungen Leuten der Schule, die mit Hilfe der Unterrichtsmaterialien des "Rentenblickers" eine Präsentation zum Thema gesetzliche und zusätzliche Altersvorsorge vorbereitet haben. Die Schülerinnen und Schüler stellten die Ergebnisse ihrer Arbeit Renten-Experten der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) sowie dem Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel, Johannes Beisenherz, vor.
Der "Rentenblicker" ist eine bundesweite Initiative der Deutschen Rentenversicherung, der junge Menschen frühzeitig mit den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung vertraut machen und sie für die eigene Altersvorsorge sensibilisieren will. Ein eigenes Internetportal sowie Unterrichtsmaterial für weiterführende Schulen wendet sich gezielt an 16- bis 25-jährige.
Maria-Magdalena Fohrmann, Lehrerin und Leiterin des "Rentenblicker"-Projekts am Berufskolleg Castrop-Rauxel, brachte es auf den Punkt: "Auch, wenn Ihnen das Thema Altersvorsorge gefühlte 100 Jahre entfernt scheint, ist es wichtig, sich frühzeitig damit zu befassen."
Stephanie Schultze, Altersvorsorge-Expertin der KBS, machte den Schülerinnen und Schülern klar, dass selbst ein geringer finanzieller Einsatz, in jungen Jahren in die Altersvorsorge investiert, zu beachtlichen Ergebnissen führen kann: "Mit fünf Euro im Monat sind Sie dabei", warb sie für die Riester-Rente schon während der Ausbildung, "der Staat belohnt junge Leute, die sich früh um ihre Altersvorsorge kümmern, mit finanzieller Förderung und einem Berufseinsteigerbonus." Gert Böke, Leiter des Auskunfts- und Beratungsdienstes der KBS, bezeichnete die gesetzliche Rentenversicherung als nach wie vor wichtigstes Standbein der Alterssicherung. "Eine ergänzende private Vorsorge ist aber notwendig", so der Experte.
Mit viel Engagement präsentierten die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Castrop-Rauxel ihre Projekt-Ergebnisse, die sie in Gruppen erarbeitet hatten. Anschaulich erläuterten sie Fachbegriffe aus der Rentenversicherung und löcherten die Experten anschließend mit Fragen. Dabei gaben sie den Rentenexperten so manch harte Nuss zu knacken. Ob man die Rentenschutzklausel, die ein Sinken der Renten verhindern soll, nicht als Bruch des Generationenvertrages sehen könnte, wollten die jungen Leute beispielsweise wissen. "Grundsätzlich nicht, da das umlagefinanzierte Rentensystem nicht berührt wird, Auswirkungen auf die Rente späterer Generationen hat es aber schon", so Gert Böke.
Bürgermeister Johannes Beisenherz lobte das "Rentenblicker"-Projekt als Beispiel für lebensnahen Unterricht. Bei den Schülerinnen und Schülern kam die Beschäftigung mit dem Thema Rente gut an. "Ich fand's interessant und informativ", lautete Jacquelines Kommentar.




