Berufsunfähigkeitsversicherung vereinbaren
Als Azubi sind Sie automatisch in der Deutschen Rentenversicherung abgesichert. Die zahlt nicht nur eine Altersrente, sondern auch eine Erwerbsminderungsrente, wenn aus gesundheitlichen Gründen Arbeiten nur noch in Teilzeit oder gar nicht mehr möglich ist. Azubis brauchen dennoch zusätzlich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung.
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn Arbeitnehmer wegen einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr arbeiten können. Das passiert häufiger als viele Menschen denken: Statistisch gesehen muss jeder vierte Erwerbstätige damit rechnen, vor dem Rentenalter erwerbsunfähig zu werden. Verbraucherschützer raten Azubis deshalb, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Auch hier gilt: Je früher man eine Versicherung abschließt, desto besser.
Keine Kombination mit einer Risikolebensversicherung
Bei der Vorsorge für das Berufsunfähigkeitsrisiko sollten ledige und kinderlose Azubis nach einer guten und gleichzeitig preisgünstigen selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung Ausschau halten. Selbstständig bedeutet: ohne Kombination mit einer Risikolebensversicherung. Denn als lediger Azubi brauchen Sie keine Lebensversicherung.
Kombi-Modelle sind allenfalls dann sinnvoll, wenn Sie Kinder zu versorgen haben. Als Azubi sollten Sie einen Vertrag mit Nachversicherungsmöglichkeit ohne neuerliche Gesundheitsprüfung wählen. Denn dann können Sie später - wenn Ihr Einkommen steigt - durch höhere Beiträge Ihren Schutz bei Berufsunfähigkeit erhöhen. Wichtig ist der Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung deswegen, weil mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit steigt, an Krankheiten zu leiden. Krankheiten können dazu führen, dass die Versicherung Leistungen einschränkt oder höhere Beiträge verlangt.
Stiftung Warentest oder Verbraucherzentralen
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu wichtig und zu teuer, um beim erstbesten Versicherungsvertreter abzuschließen. Bitte lassen Sie sich bei einer Verbraucherzentrale beraten oder informieren Sie sich bei einer Verbraucherzentrale.
Stiftung Warentest: Der letzte Test von Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung stammt aus dem Jahr 2009 und fußt auf einer Kombination mit einer Risikolebensversicherung. Er kann so nur eine grobe Orientierung bieten. Wertvoll ist die Checkliste für den Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen und ein Test über den Umgang der Versicherer mit Anträgen. Die Erfahrungen zeigen, wie vorsichtig Sie mit Angaben zur Gesundheit sein sollten.
- Versicherungstest aus dem Jahr 2009
- Checkliste für einen Vergleich für drei Euro
- Erfahrungen von Kunden mit Versicherungen
Verbraucherzentralen: Je nach Verbraucherzentrale zahlen Sie für eine Beratung zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung zwischen 25 und 70 Euro. Zum Vergleich: Ein Versicherungsberater, den man im Gegensatz zu einem Versicherungsvertreter für seine Beratung bezahlen muss, verlangt ab 100 Euro pro Stunde. Verbraucherzentralen in Ihrer Umgebung erfahren Sie auf der zentralen Website der Verbraucherzentralen:





