Finanzen
07.02.12Staat erbt Milliarden
Erbe: Höhere Freibeträge vermiesen dem Staat scheinbar nicht die Einnahmen - im Gegenteil.
Wiesbaden (dapd) Die Deutschen haben 2010 seltener vererbt und geschenkt als im Vorjahr, allerdings stieg die Gesamtsumme. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, ging die Zahl der Schenkungen, Erbschaften und Vermächtnisse um 21 Prozent auf knapp 140.000 zurück. Die Summe dieser Art von Vermögensweitergaben, auf die Steuern fällig wurden, stieg hingegen auf 30,6 Milliarden Euro. 2009 hatte sie bei 28,6 Milliarden Euro gelegen. Die Einnahmen aus der Erbschafts- und Schenkungsteuer stiegen deshalb um 7,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro.
Den Rückgang bei der Anzahl der gezählten Fälle begründeten die Statistikern mit höheren Freibeträgen. In ihrem Bericht wurden nur Schenkungen, Erbschaften und Vermächtnisse berücksichtigt, für die 2010 erstmals Steuern anfielen.



