Gesundheit
31.01.12Altersverläufe besser verstehen
Neues multidisziplinäres Forschungsprojekt knüpft an Berliner Altersstudie an.

Berlin (mjj) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein weiterführendes multidisziplinäres Projekt in der Altersforschung. Ziel der zweiten Berliner Altersstudie (BASE-II) sei es, grundlegende Alterungsprozesse besser zu verstehen und Ursachen von Gesundheit und Krankheit im Alter zu identifizieren, so die Carité Universitätsmedizin. Die Klinik war bereits an der ersten Berliner Altersstudie beteiligt.
Altersverläufe besser verstehen
Der Förderzeitraum von BASE-II sei zunächst auf drei Jahre angesetzt. Insgesamt sollen 2.200 Berliner Erwachsene untersucht werden. "Erhoben werden körperliche, genetische, immunologische, psychologische und sozio-ökonomische Merkmale", so die Charité. Neu sei eine systematische Erfassung genetischer und immunologischer Aspekte. Die Forscher hoffen, anhand dieser und weiterer Parametern Unterschiede in Altersverläufen besser erklären zu können.
Die Studie wird von der Charité, dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, dem Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, dem Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik und dem Zentrum für Medizinische Forschung der Universität Tübingen koordiniert.
13 Jahre jünger
Einige der Ende der 90er Jahre publizierten Ergebnisse aus der ersten Studie revidierte ein bis dato noch oft zu pessimistisches Bild vom Alter. Demnach war der Großteil der damaligen Studienteilnehmer über 70 Jahren mit ihrem Leben zufrieden, lebten selbstbestimmt in privaten Haushalten und nahm aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Senioren fühlten sich zudem durchschnittlich 13 Jahre jünger als sie tatsächlich zum Zeitpunkt der Befragung waren.



