Gesundheit
06.09.10Reha-Tour: Zeigen, was möglich ist
Menschen mit und ohne Behinderung radeln 900 Kilometer durchs Bäderland

Karlsruhe (drv). Vom 3. bis 11. September 2010 sind die Radler der dritten Bäder- und Rehatour im Bäderland Baden-Württemberg unterwegs: Rund 30 Menschen mit und ohne Behinderung, Ärzte, Leiter von Reha-Einrichtungen sowie Beschäftigte der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Sie radeln quer durchs Land, um sich für Rehabilitation „made in Baden-Württemberg“ einzusetzen. Neun Etappen, rund 900 Radkilometer - eine ganz besondere Herausforderung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer - aber in einer starken Gemeinschaft ist alles möglich.
Rehabilitation ist nicht nur Kostenfaktor
Am 3. September begann die Tour um 12 Uhr vor dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Den Startschuss für die Radlerinnen und Radler gab Monika Stolz, Ministerin für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg. In ihrer kurzen Ansprache betonte sie, dass medizinische Rehabilitationsmaßnahmen für chronische Erkrankungen in einer alternden Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert einnehmen werden. Deshalb sei die Rehabilitation nicht nur als Kostenfaktor zu bewerten, vielmehr leiste sie einen wesentlichen Beitrag, wenn es darum gehe, die Gesundheit wiederherzustellen und damit auch die Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Stolz sagte weiter, dass sie sich freue, wenn es durch die Bäder- und Reha-Tour gelänge, die Chancen der Prävention und Rehabilitation durch Bewegung noch stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft hineinzutragen. Ullrich Hipp, Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses, wünschte den Radlern für die bevorstehende Tour ebenfalls alles Gute.
Den Neckar entlang
Die erste Tour-Etappe führte anschließend den Neckar entlang über Esslingen, Plochingen und Metzingen nach Bad Urach. In Metzingen werden die Radler gegen 17 Uhr auf dem Lindenplatz von Ulrich Fiedler, Oberbürgermeister der Stadt Metzingen, begrüßt. Abends stellen sich die Rehabilitationskliniken der Kurstadt Bad Urach vor und zeigen, was sie für chronisch kranke Menschen leisten können.
Werben für die Rehabilitation
„Zeigen, was möglich ist“ lautet das Motto der dritten Bäder- und Rehatour 2010. Das heißt Werben für die Rehabilitation als wichtiges Angebot zur Wiedereingliederung von behinderten und chronisch kranken Menschen in Beruf und Gesellschaft. Dies wird von den behinderten Teilnehmern der Tour eindrucksvoll demonstriert. Nach erfolgreicher Rehabilitation beweisen sie großen Einsatz und enorme Willenskraft. Dass mit Rehabilitation vieles bewegt werden kann, zeigen zum Beispiel Marco Longobucco und Hasan Ustaosman, beide vor Jahren nach einem schweren Unfall kaum noch bewegungsfähig sowie Guido Gutje und weitere Teilnehmer der Tour, die eine Krebserkrankung überstanden haben. Heute können sie wieder sportlich aktiv sein.
Mit eigener Kraft Herausforderungen meistern
Initiator der Bäder- und Reha-Tour ist Hubert Seiter, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und ehrenamtlicher Vorsitzender des Krebsverbandes Baden-Württemberg: „Mobil und mit eigener Kraft Herausforderungen meistern, das macht glücklich, erst recht im schönen Ländle.“ Der Krebsverband Baden-Württemberg hat die Schirmherrschaft der Tour 2010 übernommen. Viele Tourteilnehmer wissen, wie wichtig Sport gegen, bei oder nach Krebs ist. Mit der Tour sollen Spenden für das Projekt des Krebsverbandes Baden-Württemberg „Sport und Krebs“ gesammelt werden (Spendenkonto: Landesbank Baden-Württemberg, BLZ 6 00 501 01, Kontonummer 2 102 133).
Ein „Tourtagebuch“ finden Interessierte täglich neu im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bw.de.
Autor: Gerd Markowetz



