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Gesundheit

15.03.12

Ist laut out?

Broschüre über die zunehmenden Gehörschädigungen bei Kindern und Jugendlichen.

Bad Homburg (tw). "Musik wird störend oft empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden...", schrieb der Dichter Wilhelm Busch vor etwa 160 Jahren. Die technischen Möglichkeiten, Musik zu den Ohren zu bringen, haben sich seitdem enorm verbessert. Warnungen vor Gehörschäden werden aber oft überhört. Nicht nur die Dauerberieselung ist gefährlich: Beim Überschreiten eines bestimmten Schallpegels, je nach Art des Schalls zwischen 70 und 85 Dezibel, verändert ein Muskelreflex die Schallübertragung vom Trommelfell zum Innenohr. Dann wird es schon gefährlich. Neben dem - freiwilligen und unfreiwilligen - Dauerlärm sind kurze, laute Knalle besonders gefährlich. Fachleute sprechen von Impulslärm.

Lärm wird nicht als störend empfunden

Da dieser Lärm nur so kurz zu hören ist, wird die tatsächliche Lautstärke gar nicht extrem stark empfunden. Das Gehirn benötigt etwa eine zehntel Sekunde, um korrekt einzuschätzen, wie laut etwas ist. Auch wenn die tatsächliche Gefahr dem Gehirn und damit dem Menschen nicht bewusst ist, gilt: Bereits ein einziger überlauter Knall kann das Gehör für das ganze Leben schädigen. Hier steht eine am Ohr abgefeuerte Zündplättchen-Spielzeugpistole mit bis zu 180 Dezibel einem Gewehr der Bundeswehr keineswegs nach.

Weitere Informationen:

  • www.bzga.de
    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Eltern von vier- bis zehnjährigen Kindern die Broschüre "Zu viel für die Ohren? Vom schützenden Umgang mit Lärm"  an. Sie kann kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-mail: order@bzga.de.

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