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Rente

24.10.11

Kreativ? Aber sicher!

Zahl rentenversicherter Künstler und Publizisten hat sich innerhalb von 15 Jahren mehr als verdreifacht.

Bad Homburg (sth). Einen bemerkenswerten Zuwachs an selbstständigen Kreativen verzeichnet die Künstlersozialkasse (KSK) seit der Wiedervereinigung. Waren 1992 noch knapp 46.000 Künstler und Publizisten rentenversichert, so stieg die Zahl der selbstständigen Kreativen, die sich zur sozialen Absicherung für die gesetzliche Rentenversicherung entschieden, innerhalb von nur 16 Jahren um mehr als das Dreifache. Genau 152.228 versicherungspflichtige Künstler und Publizisten registrierten die Statistiker bei den Rentenversicherungsträgern zum Jahreswechsel 2008/2009.

Experten erklären den enormen Anstieg der Versichertenzahl in der KSK zum einen damit, dass es in den Kulturbetrieben seit den 90er-Jahren deutlich weniger abhängige Beschäftigungsverhältnisse gebe. Viele Künstler seien deshalb gezwungen, sich selbstständig zu machen. Zudem gebe es in neuen Medienberufen wie etwa bei Designern seit Jahren einen regelrechten Boom. Schließlich sei die KSK unter den Medienschaffenden in den vergangenen Jahren deutlich bekannter geworden, so die Deutsche Rentenversicherung.

Seit 1983 können sich selbstständige Künstler und Publizisten über die Künstlersozialkasse für die existenziellen Risiken des Lebens absichern. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der KSK-Versicherten liegt allerdings nur bei 13.300 Euro - obwohl der künstlerische/publizistische Beruf Haupteinkommensquelle sein muss. Zudem müssen an der KSK interessierte Kreative ein Mindestjahreseinkommen von 3.900 Euro vorweisen. Weitere Informationen zu den Vorteilen der Sozialversicherung für Künstler sind unter www.kuenstlersozialkasse.de erhältlich. 

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Autor: Stefan Thissen

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