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Riester-Banksparpläne

Riester-Banksparpläne sind risikoarm aber schwer zu kriegen. Geeignet sind sie vor allem für ältere Arbeitnehmer, die eine Vorsorgelücke mit einer Riester-Rente schließen wollen.

Riester-Banksparpläne sind unspektakuläre Produkte: Gestrickt wie ein ganz normaler Banksparplan setzt sich ihre Rendite in der Regel aus einem Basiszinssatz plus einem Bonuszins zusammen, der im Lauf der Jahre steigt. Manchmal wird sogar eine Schlussbonuszahlung gewährt. Der Basiszins wird an einen Marktzins gekoppelt. Die Bank muss angeben, an welchen Zinssatz oder welchen Zinssatz-Mix sie ihren koppelt und wie stark sie ihren Kunden an der Zinsentwicklung teilhaben lässt. Zins-Willkür wird so eine Schranke gesetzt. Übersichtlich macht das die Geldanlage aber nicht. Die unterschiedlichen Spielregeln der Kreditinstitute erschweren einen Vergleich: Denn während sich der Riester-Zins der Sparkasse A an der Umlaufrendite von Bundeswertpapieren orientiert, kombiniert Volksbank B gleich mehrere Zinsbarometer. Für Nicht-Profis sind die Berechnungen zudem oft nicht nachvollziehbar. Die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen geben in ihrem Buch "Private Altersvorsorge" (14,90 Euro, ISBN: 978-937880-81-5) allerdings Entwarnung: "Einen Reinfall müssen Sparer aber bei keinem Angebot befürchten. Schlimmstenfalls verschenken sie ein bis zwei Prozent Rendite." Immerhin.

Vier Prozent

Dabei beziehen sich die Autoren auf einen Test in der Zeitschrift Finanztest (Oktober 2007). Unter der Lupe landeten Angebote von 51 Kreditinstituten. Ihre Ergebnis: Sparer, die 25 Jahre oder länger in einen Banksparplan einzahlen wollen, seien gut mit Verträgen bedient, die eine im Zeitverlauf steigende Verzinsung ("Zinstreppe") und einen Boni anbieten. Wer hingegen innerhalb eines Zeitraumes von maximal zehn Jahren "riestern" will, für den eigne sich nach Berechnungen von Finanztest derzeit eher Sparpläne mit Bindung an die Umlaufrendite.

Rar gesät

Riester-Banksparpläne sind rar gesät. Führende Anbieter sind Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. Die sind regional organisiert und längst nicht alle bieten einen Sparplan mit Riester-Stempel an. Die Bewohner Berlins müssen gar fern der Stadtgrenzen nach Angeboten suchen. Ist ein Anbieter gefunden, muss das nicht heißen, dass Sie einen Vertrag erhalten. Der Grund: Manche Angebote sind nur den regionalen Kunden vorbehalten. Sparer sollten sich nicht entmutigen lassen und weitersuchen.

Fazit

Geeignet sind Riester-Banksparpläne vor allem für Sparer ab etwa 40 Jahren. Als einziges Riester-Produkt sind sie vom ersten Jahr an im Plus. Bei Riester-Fondssparplänen oder -Versicherungen werden die Abschlusskosten in den ersten Jahren verrechnet oder ein schlechtes Börsenjahr kann die Rendite verhageln. Verwaltung, Vertrieb und Abschlusskosten holen die Kreditinstitute über die niedrige Verzinsung rein. Nur wenige Anbieter verlangen einen jährlichen Obolus für die Verwaltung. 18 der von Finanztest analysierten 51 Anbieter lassen allerdings den Abschluss nur bis zu einem Höchstalter zu (siehe Infokasten). Riester Banksparpläne können auch für Jüngere geeignet sein, die ihr gespartes Riester-Vermögen für eine Immobilienfinanzierung entnehmen wollen (siehe Artikel Wohn-Riester)

Mehr zum Thema:

  • www.test.de
    Direkter Link auf den Riester-Banksparplan-Test der Stiftung Warentest (Testergebnisse kosten einen Euro).

Themenhinweise:

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  • Beratungsstellensuche

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