Das Grundprinzip
So funktioniert die Kombination aus staatlicher Riester-Förderung und privatem Immobilientraum.
Hinter Wohn-Riester steckt der Gedanke, dass es egal ist, ob jemand eine zusätzliche Rente im Alter anspart oder im Alter im Eigenheim wohnt und dadurch Miete spart. Wenn keine Miete gezahlt werden muss, braucht man weniger Geld, um den Lebensstandard zu sichern.
Unser Video bietet in wenigen Minuten einen Überblick über die verschiedenen Förderwege von Wohn-Riester.
Schnelle Entschuldung
Eine Immobilie ist wohl teuerste Anschaffung im Leben. Da macht es Sinn, so schnell wie möglich Schulden abzustottern. Denn für jeden Euro Fremdkapital werden Zinsen fällig. Sparer müssen bedenken, dass beim Wohn-Riestern nur die Tilgungen gefördert werden, nicht aber die Zinszahlungen. Das heißt, die eigentlichen Finanzierungskosten bleiben allein die Angelegenheit des Sparers.
Die Riester-Förderung lässt sich auf fünf Wegen zur Eigenheim-Finanzierung nutzen:
- Riester-Immobiliendarlehen,
- Riester-Bausparvertrag,
- Genossenschaftsanteile,
- Entnahme aus einem vorhandenen Riester-Vertrag zur unmittelbaren Errichtung oder zum unmittelbaren Erwerb einer Immobilie,
- Entnahme aus einem vorhandenen Riester-Vertrag zur Sondertilgung älterer Eigenheime im Alter.
Die Riester-Förderung ist kein Klacks. Sparer erhalten bis zu
- 154 Euro Grundzulage,
- 185 Euro Kinderzulage für Kinder, die vor 2008 geboren wurden und
- 300 Euro Kinderzulage für alle Kinder, die ab 2008 auf die Welt kamen.
Voraussetzung für den ungekürzten Erhalt der Zulagen ist, dass Sparer
- zum Kreis der Förderberechtigten gehören (einfach zu ermitteln über den Riester-Check)
- mindestens vier Prozent ihres rentenbeitragspflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlen (einfache Berechnung durch den Riester-Rechner)
- für ihre Kinder Kindergeld erhalten und
- einen Zulagenantrag ausfüllen (Ausfüllhilfe)
Besonders fleißige Sparer können sogar bis zu 2.100 Euro pro Jahr steuersparend zurücklegen (einfach in der Anlage AV der Steuererklärung eintragen).
Bis zu 51.500 Euro Ersparnis
Die Stiftung Warentest hat anhand von Modellfällen nachgerechnet, ob sich Wohn-Riester lohnt. Die Tester errechneten einen Vorteil gegenüber ungeförderten Darlehen von 12.600 bis 51.500 Euro. Ein stolzer Betrag, wenn man bedenkt, dass die Tester die Steuern, die im Rentenalter auf die Förderbeträge anfallen, einrechneten.
Hinweis: Diese Informationen entsprechen dem Rechtsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.





