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Mehr Rente

Schüler, die einen Minijob haben und auf die Rentenversicherungsfreiheit des Jobs verzichten, steigen schon früh in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Was das bringt, erklärt Christian Koopmann von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen.

Hätten Sie etwas dagegen, wenn Ihre eigenen Kinder einer Minijob annehmen und auf die Rentenversicherungsfreiheit Jobs verzichten würden?

Christian Koopmann: Gegen einen Job, der sich im Rahmen hält, wie das Verteilen der Kirchenzeitung, hätte ich überhaupt nichts. Und der frühe Einstieg in der Versicherung wäre dann ein zusätzliches Bonbon. Die Kinder würden dann zwar ein paar Euro weniger ausgezahlt bekommen, weil ihr eigener Beitragsanteil abgezogen würde. Doch das würde ich als Vater aus eigener Tasche zuschießen, weil's einfach für die Kinder sinnvoll wäre.

Und einen Riester-Vertrag würden Sie für Ihr Kind auch abschließen.

Christian Koopmann: Auch das. Meistens reicht bereits ein Mindestbetrag von fünf Euro pro Monat. Das ist der Beitrag für Kinder mit geringen versicherungspflichtigen Einkünften, um die volle Zulage zu erhalten. Und das sollte man auch in Jahren ohne versicherungspflichtige Einkünfte durchhalten. Mit steigendem Einkommen kann der Vertrag ja später hochgefahren werden.

Und was bringt der frühe Einstieg in der Rentenversicherung für die spätere Rente?

Christian Koopmann: Auch da sehe ich nur Vorteile. Ein Punkt, an den vielen nicht denken werden, ist die Absicherung gegen das Risiko der Erwerbsminderung. Schon ab dem Moment, wo der versicherungspflichtige Minijob angetreten wird, haben die jungen Jobber Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn die Erwerbsminderung durch einen Arbeitsunfall zustande kommt. Und nach zwölf Beitragsmonaten gibt es im Fall der Fälle auch dann eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, wenn diese während oder kurz nach der Schulzeit durch einen Freizeitunfall oder eine Krankheit eintritt.

Wer früh anfängt, kann später unter Umständen mehr Versicherungsjahre nachweisen - ist das wichtig?

Christian Koopmann: Klar ist: Wer früher in die Versicherung eintritt, sammelt natürlich auch mehr Versicherungsjahre. Wie die gesetzlichen Regeln für die Schüler von heute im Einzelnen später aussehen werden, wissen wir natürlich nicht. Aber es ist auch künftig nur logisch, dass mehr Versicherungsjahre Vorteile bringen. So gibt es ab 2012 die Rente für besonders langjährig Versicherte: Wer 45 Versicherungsjahre nachweist, kann schon mit 65 Jahren in Rente gehen - und zwar ohne Rentenabschläge.

Und dazu bringt der aufgestockte Minijob auch noch eine etwas höhere Rente

Christian Koopmann: Klar. Jeder Beitrag zählt - auch wenn sich hierdurch die spätere Monatsrente nur um wenige Euro erhöht.

Hinweis: Diese Informationen entsprechen dem Rechtsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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