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ihre-vorsorge.de: Eine Initiative der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

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Guter Rat

Eine Altersvorsorge nach Riester ist darauf angelegt, dass sie einen das ganze Leben lang begleitet. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Vertragsabschluss richtig zu informieren. Das kostet allenfalls etwas Zeit.

Der Informationsaufwand für die private Riester-Rente ist nicht hoch. Doch er lohnt sich, denn sie hat Vorteile gegenüber einem Vertrag, bei dem einem der Betrieb diese Arbeit abnimmt.

Privat statt betrieblich

Riester-Verträge werden im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge angeboten. Es wäre also ein Leichtes, hier einfach zuzugreifen, weil man sich selbst kaum darum kümmern muss. Riestern über den Arbeitgeber ist aber aus zwei Gründen weniger zu empfehlen: Wie auf alle Betriebsrenten erheben die gesetzlichen Krankenkassen später auch auf eine über den Betrieb abgeschlossene Riester-Rente noch einmal Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Das ist bei einem privat abgeschlossenen Vertrag nicht so. Zweitens ist eine Riester-Betriebsrente bei einem Jobwechsel schwierig mitzunehmen. Wer privat riestert, hat dieses Problem erst gar nicht: Man schließt den Vertrag mit einer Versicherung, einem Geldinstitut oder einer Fondsgesellschaft - unabhängig vom jeweiligen Job.

Konkret vergleichen

Ein erster Schritt, um das individuell beste Produkt zu finden, können Vergleichstests in einschlägigen Zeitschriften wie "Finanztest" der Stiftung Warentest sein. Solche pauschalen Tests zeigen indes nicht alles. So rät Arno Gottschalk, Finanzexperte bei der Verbraucherberatung Bremen: "Wenn man etwa eine Rentenversicherung abschließen möchte, ist es besser, einen Vergleich mit seinem tatsächlichen Alter durchlaufen zu lassen." Verbraucherzentralen haben solche Programme, die den individuellen Vergleich ermöglichen. "Wer in der Nähe einer solchen Zentrale wohnt, sollte diese Möglichkeit nutzen", rät Gottschalk. Eine Einzelfallberatung kostet, ja nach Bundesland, 30 bis 50 Euro pro Person.

Außerdem gibt es von der Redaktion des ZDF-Magazins WISO eine CD mit dem Titel "Förderrente". Damit kann man Vergleichsberechnungen mit den Vertragsangeboten der verschiedenen Versicherer durchführen. Als Download kostet sie 12,95 Euro, ansonsten 2 Euro mehr.
http://web.buhl.de/WISO_Foerderrente_Varianten.BuhlData

Als nächsten Schritt vor dem konkreten Vertragsabschluss oder alternativ zu einer externen Beratung setzt man sich mit den Anbietern von Riesterprodukten in Verbindung und lässt sich ein Angebot schicken. Das geht entweder telefonisch, übers Internet oder mit Vertreterbesuch. Worauf man bei den einzelnen Produkten achten muss, lesen Sie hier.

Nur zwei Formulare zum Start

Hat man sich für ein Riesterprodukt entschieden, entsteht kein großer Aufwand. Man füllt das Vertragsformular des Versicherers, der Fondsgesellschaft oder der Bank aus sowie zusätzlich noch den Zulagenantrag. Weil in den garantierten staatlichen Zulagen schon eine bärenstarke Renditechance steckt, ist es umso bedauerlicher, wenn viele Riestersparer bisher zu nachlässig sind und ihren Zulagenantrag nicht ausfüllen. Aus Verträgen von 2004 sind laut Zentraler Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) 1,4 Millionen Ansprüche inzwischen verfallen. Neuere Zahlen machen Hoffnung, dass die Anträge jetzt sorgfältiger gestellt werden. Außerdem gibt es inzwischen einen Dauerzulagenantrag, der nicht mehr jährlich ausgefüllt werden muss, sondern nur, wenn sich etwas grundlegend ändert. Zum Beispiel die Zahl der geförderten Kinder. Für Altersvorsorgesparer mit Kindern könnte Riester noch attraktiver werden, weil die Zulage für jedes ab 2008 geborene Kind auf 300 Euro pro Jahr angehoben werden soll. Für alle anderen Kinder beträgt sie ab 2008 bereits 185 Euro.

Wie viel man in einen staatlich geförderten Altersvorsorgevertrag nach Riester einzahlen sollte, ist durch das eigene Einkommen relativ klar festgelegt: In diesem Jahr sind es noch drei Prozent des Bruttoeinkommens auf der Grundlage der Zahlen des Vorjahres, allerdings begrenzt auf 1.575 Euro pro Jahr. Ab dem Jahr 2008 sollten es vier Prozent des Bruttoeinkommens sein, begrenzt auf 2.100 Euro. Nur wer diesen Prozentsatz anspart, erhält die volle staatliche Förderung. Die Summe, die man selbst aufbringen muss, vermindert sich um diese Staatszulage.

Weiterführende Informationen:

  • Zulagen: Wer kriegt sie und wie viel
    Alles über die Zulagen und wie man den vierseitigen Antrag ausfüllt, in unserem Top-Thema "Zulagen: Wer kriegt sie und wie viel".
  • Förderrechner 
    Wie hoch Ihr Jahresbeitrag und die Fördersumme liegen, können Sie mit unserem Förderrechner ermitteln.

Hinweis: Diese Informationen entsprechen dem Rechtsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Themenhinweise:

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  • Beratungsstellensuche

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