Direktversicherungen
Hohe Kosten und fehlende Garantien stehen möglichen Renditechancen gegenüber.
"Vor allem in kleineren Betrieben werden Direktversicherungen im Rahmen der Betrieblichen Altersvorsorge angeboten", sagt Susanne Meunier, Stiftung Warentest. "Die Policen sind beliebt, weil sie wenig Verwaltungsaufwand erfordern." Die Beiträge für Verträge, die ab 2005 abgeschlossen wurden, werden steuerfrei aus dem Bruttoeinkommen überwiesen - allerdings nur bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (2010: 2.640 Euro). Dafür ist die spätere Auszahlung voll steuerpflichtig und auch Krankenkassenbeiträge werden laut Bundesverfassungsgericht fällig.
(Aktenzeichen: 1 BvR 1924/07)
Im Prinzip entsprechen die Direktversicherungen einer Lebensversicherung, die ein Arbeitgeber für einen Mitarbeiter abschließt und in die entweder der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer oder beide einzahlen. Geht die Versicherungsgesellschaft Pleite, ist das eingezahlte Geld durch den Sicherungsfonds der Lebensversicherer geschützt.
Neben der klassischen Variante mit einem Garantiezins (zurzeit: 2,25 Prozent) gibt es auch eine fondsgebundene Variante der Direktversicherungen: "Diese Sparform bietet die Chance auf einen höheren Ertrag - natürlich mit dem Risiko von Verlusten. Außerdem ist eine Verzinsung, die es in der klassischen Variante gibt, hier nicht garantiert", sagt Meunier. Verbraucherschützer Nauhauser sieht die fondsgebundene Variante aufgrund der hohen Kosten hingegen kritisch.
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