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Spareinlagen: Magere Zeiten

Banken und Sparkassen bieten mehrere Möglichkeiten, Geld auch kurzfristig anzulegen. Die Zinsen sind derzeit aber eher bescheiden.

Wer kein Risiko eingehen oder sein Geld kurzfristig "parken" möchte, bekommt bei Banken mehrere Möglichkeiten geboten:

  • Festgeld
  • Sparbriefe
  • Sparkonten
  • Tagesgeld

Festgeld

Unter diesem Begriff versteht man Guthaben auf Konten, für die Kunde und Bank eine feste Anlagedauer und feste Zinsen vereinbaren.

  • Mindestanlagesumme: von Bank zu Bank verschieden
  • Verzinsung:je nach Bank, Anlagesumme und Marktzinsen derzeit bis zu 3,1 Prozent.
  • Sicherheit: wie bei Tagesgeld
  • Flexibilität: während der Laufzeit keine Verfügbarkeit, kein Kündigungsrecht
  • Besteuerung: Zinserträge sind nach Ausschöpfen des Sparerfreibetrags voll steuerpflichtig

Beispiel: Bei einer Anlagesumme von 5.000 Euro und einer Laufzeit von einem Jahr sind derzeit zwischen 1,3 und 3,1 Prozent zu bekommen. (Quelle: www.biallo.de, Stand: 25. Oktober 2011)

Sparbriefe

Sparbriefe liegen formal zwischen Kontospareinlagen und festverzinslichen Wertpapieren und werden meist als Bank- oder Sparkassenbrief bezeichnet. Sie beziehen sich auf einen festen Betrag, den der Sparer in einer Summe einzahlen muss.

Die Laufzeit liegt zwischen einem und zehn Jahren, in der Regel zwischen zwei und sechs Jahren. Die festgelegten Zinsen werden üblicherweise jährlich gutgeschrieben. Es gibt zwei verschiedene Varianten, die sich in Zinshöhe, Zeitpunkt und Laufzeit unterscheiden.

  • Aufgezinster Sparbrief: fester Anlagebetrag, Zinserträge werden dem Anlagebetrag gutgeschrieben und in den folgenden Jahren mit verzinst.
  • Abgezinster Sparbrief: anfallende Zinsen werden im Voraus berechnet und vom Anlagebetrag abgezogen. Bei Fälligkeit des Sparbriefs erhält der Sparer den vollen Nennwert ausgezahlt. Der Unterschied zwischen Ausgabe- und Rückgabepreis stellt den Zinsertrag dar.

Tipp: Experten raten Anlegern, ihr Geld nicht länger als zwei Jahre festzulegen. Der Grund: Auch bei längeren Laufzeiten sind die Zinsen nicht wesentlich höher. Dann kommt aber unter Umständen der Nachteil der Sparbriefe stärker zum Tragen: Das Geld ist festgelegt. Man kommt nicht heran oder könnte mittlerweile anderweitig höhere Zinsen erzielen.

  • Mindestanlagesumme: zwischen 250 Euro und 5.000 Euro
  • Perspektive: trotz relativ geringer Mindestanlagesumme relativ attraktive Zinsen
  • Verzinsung: in jedem Fall höher als beim Sparbuch
  • Sicherheit: kein Kursrisiko
  • Flexibilität: während der Laufzeit keine Kündbarkeit, im Notfall aber beleihbar, kann also mit Zustimmung des Kreditinstituts an Dritte abgetreten werden
  • Besteuerung: Zinserträge sind voll steuerpflichtig, bei Auszahlung am Laufzeitende in einer Summe kann Sparerfreibetrag überschritten werden

Beispiel: Bei einer Anlagesumme von 5.000 Euro und einer Laufzeit von vier Jahren sind derzeit zwischen 2,0 und 3,5 Prozent zu bekommen. (Quelle: www.biallo.de, Stand: 25. Oktober 2011)

Sparkonten

Sparkonten und Sparbücher gelten als Renditekiller, weil sie kaum mehr einen Inflationsausgleich gewähren. Die meisten Geldinstitute bieten weniger als ein Prozent Zinsen.

Allerdings bieten einige Direktbanken höhere Zinsen an, die beim Online-Banking durch den Kunden sogar noch steigen. Die Sparzinsen liegen dann etwa in Höhe des Basiszinssatzes der Europäischen Zentralbank. Als vorübergehende Sammelstelle für überschüssiges Geld erfüllen Sparkonten nach wie vor einen Zweck. Zu beachten ist allerdings die Kündigungsfrist, die das kurzfristige Abheben höherer Beträge mit Strafzinsen belegt.

 

Tagesgeld

Tagesgeldkonten sind täglich verfügbare Konten für Privatanleger, auch bekannt unter den Namen Abrufkonto, Geldmarkt- oder Pluskonto.

Die Zinsen sind allerdings nicht festgeschrieben, sondern orientieren sich an den Sätzen, die sich die Banken untereinander für täglich fälliges Geld zahlen. Diese Konditionen werden mit einem Abschlag an die Kunden weitergegeben. Der Kunde muss deshalb mit kurzfristigen Veränderungen bei den Zinssätzen rechnen. Vorteil gegenüber dem Sparkonto: schnellere Verfügbarkeit, da auf die Kündigungsfrist verzichtet wird.

  • Mindestanlagesumme: von Bank zu Bank sehr unterschiedlich
  • Perspektive: im Allgemeinen bieten Tagesgelder bessere Zinsen als andere Kurzfristanlagen wie etwa Sparbücher
  • Verzinsung: etwa 1,3 bis 2,7 Prozent je nach Bank und dem aktuellen Marktgeschehen
  • Sicherheit: Anlagebetrag und Verzinsung sind zu 100 Prozent gesichert, bei Privatbanken nur zu 90 Prozent
  • Flexibilität: unbegrenzte Verfügbarkeit, täglich kündbar
  • Besteuerung: Zinserträge sind nach Ausschöpfen des Sparerfreibetrags voll steuerpflichtig.

Beispiel: Bei einer Anlagesumme von 5.000 Euro und einer Laufzeit von einem Monat sind derzeit zwischen 1,33 und 2,70 Prozent per anno zu bekommen. (Quelle: www.biallo.de, Stand: 25. Oktober 2011)

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