Risiko Kapitalmarkt
Es gehört zum Wesen der Aktienmärkte, dass sich Kurse auf und ab bewegen. Anleger, die auf einen langfristigen Vermögensaufbau setzen, sollten sich davon nicht verunsichern lassen - auch nicht durch Börsenkrisen.
Hat es einmal an den Märkten "gebrannt", hält die Verunsicherung bei deutschen Privatanlegern sehr lange an. Oft zu lange, wie etwa Jürgen Heßmann, Anlageexperte bei der Raiffeisenbank Ochsenfurt meint: "Die Investitionsbereitschaft der Privatkunden ist bei Aktien und Aktienfonds derzeit weiter zurückhaltend. Die Anleger bevorzugen aktuell die sichere Geldanlage. Hier ist die Einstellung der Deutschen leider zu vorsichtig, da sich mittelfristig sicher wieder gute Chancen ergeben." Wer am Aktienmarkt investiert, vor allem direkt in Aktien einzelner Unternehmen, sollte sich regelmäßig um seine Geldanlagen kümmern und auch einmal Gewinne realisieren. "Grundsätzlich sollte sowohl die Risikoneigung als auch der Anlagehorizont zum Anleger passen. Besser ist es, das Gespräch mit dem Berater zu suchen und gemeinsam mit ihm das Depot zu überprüfen und an die aktuellen Begebenheiten anzupassen", ergänzt Heßmann.
Garantien haben ihren Preis
Gern werden die Bankkunden in unruhigen Börsenzeiten mit "Garantieprodukten" umworben. "Diese haben in unsicheren Phasen auch ihre Daseinsberechtigung. Jedoch muss man sich im Klaren sein, dass die Garantie an der Rendite nagt", wie Anlageexperte Heßmann erklärt. Besonders beliebt sind dabei Garantiefonds und -zertifikate. Geht der Herausgeber der Wertpapiere Pleite, so sind nur bei einem Fonds die Gelder zu 100 Prozent sicher. Beim Zertifikat besteht dieser Schutz nicht, also ein Risiko trotz "Garantie".
Stopp-Loss schützt vor Verlusten
Sinken Dax, Dow Jones & Co., so werden die Kurse von Aktien sowie Aktien und Indexfonds direkt in Mitleidenschaft gezogen. Es ist schwer, den geeigneten Kauf- oder Verkaufszeitpunkt auszumachen. Um seine Verluste zu begrenzen, kann man mit so genannten "Stopp-Loss-Aufträgen" arbeiten. Unterschreitet der Kurs ein bestimmtes Limit, werden die Papiere automatisch verkauft. So kann man zumindest Schadensbegrenzung betreiben.
Kontinuität zahlt sich aus
Vieles spricht - vor allem für junge Menschen - für ein kontinuierliches Engagement am Aktienmarkt, wie Tobias Appold, Geschäftsführer beim Finanzberater Lacon, erklärt: "Wäre man beispielsweise über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgängig am europäischen Aktienmarkt investiert, hätte man eine Rendite von 11,1 Prozent pro Jahr erzielen können. Hätte man im gleichen Zeitraum durch Kaufen und Verkaufen die besten 20 Tage verpasst, so läge die Rendite bei lediglich 1,6 Prozent pro Jahr. Es macht also durchaus Sinn, die Zeit für sich arbeiten zu lassen."
Hinweis: Diese Informationen entsprechen dem Rechtsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.





