Investmentfonds: Kapital streuen
Wer sein Geld in Fonds anlegt, hofft auf gute Gewinnschancen bei möglichst geringen Risiken. Doch nicht alle Versprechen der Fondsmanager lassen sich halten.
Die Grundidee von Investmentfonds ist einfach: Sie bieten die Möglichkeit, die Renditechancen des Kapitalmarkts zu nutzen und senken gleichzeitig die Anlagerisiken im Vergleich zu einem Investment in die Aktie nur eines oder weniger Unternehmen.
Fonds investieren das Geld der Anleger in Aktien oder sonstige Wertpapiere bestimmter Branchen, Märkte oder Regionen. Sie bilden Aktienindices wie den DAX ab oder investieren wiederum in verschiedene Fonds, um Verlustrisiken nochmals zu senken.
Das Angebot an Investmentfonds ist fast unüberschaubar groß. Banken, Sparkassen und Fondsgesellschaften boten im dritten Quartal 2011 knapp 10.600 verschiedene Produkte an (Quelle: Statistik des BVI, Stand 31. August 2011).
Viele Fonds wurden in Finanz- und Wirtschaftskrise arg gebeutelt. Selbst der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI), der einen großen Teil der Fondsgesellschaften repräsentiert, musste im Frühjahr 2009 feststellen, dass die Investmentbranche auf ein "dramatisches Jahr 2008" zurückblickt. Publikumsfonds hatten damals mehr als ein Viertel ihres verwalteten Vermögens verloren. Ein Jahr später hatte sich die Lage zwar wieder entspannt. Die Erwartung immerwährenden Wachstums aber war gedämpft.
Unterschieden wird zwischen
- aktiv gemanagten Fonds, bei denen die Fondsmanager je nach Marktgeschehen über den Kauf und Verkauf von Aktien entscheiden, und
- passiven Fonds, die nach festen Regeln zusammengestellt einen bestimmten Aktienindex abbilden.
Ob aktiv gemanagte Fonds den höheren Preis für die Arbeit der Fondsmanager wert sind, kann man im Voraus nicht sagen. In der Vergangenheit war das nicht immer so, vor allem dann, wenn die Kapitalmärkte durch Krisen erschüttert wurden. Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ rechnete im Juli 2009 vor:
„2008 gelang es nur jedem vierten Deutschlandfondsmanager, den DAX zu schlagen. 75 Prozent scheiterten an der Messlatte – kassierten aber eifrig Gebühren.“
Beim Kauf eines Investmentfonds beziehungsweise von Anteilen eines Fonds wird ein Ausgabeaufschlag fällig. Er kann bis zu zehn Prozent der Anlagesumme betragen. Bei manchen Instituten, zum Beispiel Online-Banken, sind Fonds aber auch ganz ohne Ausgabeaufschlag zu haben. Ein Preisvergleich lohnt sich also unter Umständen.
Dazu kommen bei vielen Fonds Verwaltungsgebühren, die aus dem Fondsvermögen entnommen werden. Der Anleger hat die Wahl zwischen verschiedenen Fondstypen. Einige davon werden im Folgenden vorgestellt.




