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Aktienfonds: Sparen an der Börse

Aktienfonds sollen die Kursschwankungen einzelner Aktien abfedern. Bei einem Crash müssen die meisten dennoch Federn lassen.

Aktienfonds bieten die Möglichkeit, sich auch mit kleineren Beträgen am Kapitalmarkt zu engagieren, ohne sich direkt an einem Unternehmen beteiligen zu müssen. Je nach Ausrichtung des Fonds kaufen die Manager mit dem Geld der Anleger eine Vielzahl von Aktien einer Branche, eines Landes oder einer Region, um mögliche Verlustrisiken zu streuen. Damit will man vermeiden, dass die Pleite eines einzelnen Unternehmens einen großen Teil des Vermögens vernichtet.

Aktienfonds gibt es für unterschiedliche Anlagegebiete. Standardprodukte sind zum Beispiel europäische oder weltweit anlegende Aktienfonds. Trotz der Risikostreuung ist dennoch das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen, wie die zurückliegenden Krisen und Börseneinbrüche zeigen. Deshalb sind Aktienfonds wenig geeignet für Beträge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt werden. Sie können sich zwar von dem Auf und Ab einzelner Aktien abkoppeln, die Gesamtbewegung des Marktes bekommen sie aber dennoch mit.

Für den langfristigen Vermögensaufbau kann eine Talfahrt der Börsenkurse dennoch eine durchaus günstige Ausgangssituation sein: Die Aktien sind günstiger und wer in einer solchen Situation anlegt, kann sich möglicherweise einen Vorteil verschaffen - vorausgesetzt die Kurse steigen später wieder.

Die Geldanlage in Aktienfonds ist den meisten Fachleuten zufolge als langfristige Angelegenheit zu sehen. Wer regelmäßig jeden Monat oder jedes Vierteljahr in einen Fondssparplan einzahlt, kann über Jahre und Jahrzehnte vom Durchschnittskosteneffekt profitieren.

Nicht erst zu Beginn des Ruhestands sollten Aktienfonds in weniger schwankungsanfällige Anlagen umgeschichtet werden. Wer damit rechtzeitig beginnt und regelmäßig den Aktienanteil am Vorsorgevermögen verringert, erzielt auch einen durchschnittlichen Verkaufspreis. Beides verringert die extremen Ausschläge bei der erzielten Rendite ­sowohl nach oben als auch nach unten.

Wertentwicklung

Bis Ende der Neunzigejahre schwankten die Ergebnisse deutscher Aktienfondssparpläne nach Angaben des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) über 35 Jahre zwischen sieben und zwölf Prozent. Im Schnitt waren es neun Prozent. Zwei Börsencrashs und mehrere Krisen später hat sich das Bild deutlich eingetrübt.

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