AS-Fonds: Altersvorsorge mit Aktien
Durch die Riester-Förderung sind Altersvorsorgefonds ins Abseits geraten.
Altersvorsorgefonds, kurz AS-Fonds, waren als Altersvorsorge-Sondervermögen gedacht. Mit ihnen schufen der Gesetzgeber und die Fondsbranche 1998 eine Anlageform, die Aktien, Anleihen und Immobilien kombinierte. AS-Fonds waren nicht sehr erfolgreich, was letztlich wohl auch auf die ausbleibende steuerliche Förderung zurückzuführen ist. 2002 verloren sie mit Einführung der Riester-Rente endgültig an Bedeutung. Die Zahl der Fonds und die von ihnen verwalteten Mittel sind seit Jahren rückläufig.
Konstruktion
Der Mindestanlagebetrag liegt bei monatlich 50 Euro. Die Erträge werden nicht ausgeschüttet, sondern mitangelegt (thesauriert). Die Laufzeit der Sparpläne beträgt mindestens 18 Jahre oder bis zum 60. Lebensjahr. Dennoch können die Anleger den Sparplan ohne Nachteile vorzeitig beenden oder die Anteile verkaufen. Am Ende der Laufzeit muss die Fondsgesellschaft dem Anleger einen Auszahlungsplan anbieten.
Beim AS-Fonds sind Grenzen festgelegt, innerhalb derer der Anteil der Aktien, Anleihen und Immobilien schwanken darf. Der Gesetzgeber wollte mit ihnen eine Ausrichtung des Fonds auf Substanzwerte und einen nachhaltigen und langfristigen Wertzuwachs sicherstellen. Der Aktienanteil ist auf maximal 75 Prozent begrenzt. Er muss aber mindestens 21 Prozent betragen. Währungsrisiken dürfen nur 30 Prozent des Anlagevermögens betreffen.




