Dachfonds: Mehr Sicherheit zum hohen Preis
Dachfonds streuen das Kapital der Anleger noch breiter als normale Investmentfonds. Das mindert das Risiko und erhöht die Kosten.
Dachfonds investieren das Anlagevermögen ausschließlich in andere Fonds. Auf diese Weise soll die Anlagesicherheit gegenüber normalen Fonds nochmals gesteigert werden. Allerdings ist das mit Kostennachteilen verbunden.
Dachfonds investieren in mindestens fünf andere Fonds. Dafür können sie alle Typen von Investmentfonds erwerben: Aktienfonds, Geldmarktfonds, Mischfonds, offene Immobilienfonds und Rentenfonds. Sie dürfen allerdings nur höchstens zehn Prozent der Anteile eines Unterfonds besitzen.
Darauf sollte man achten:
- Manche Dachfonds investieren nur in Produkte aus dem eigenen Konzern.
- Auch wenn bei ihnen die Verwaltungsvergütung der gekauften Fonds auf die Verwaltungsvergütung der Dachfonds angerechnet werden muss, fallen manche Kosten - zum Beispiel für die Depotbank - doppelt an. Die Fonds kassieren neben den Depot- und Verwaltungsgebühren häufig auch noch Vertriebsprovisionen.
Andere Dachfonds wählen aus den Angeboten verschiedener Investmentgesellschaften aus und bieten so im Idealfall eine Auswahl der besten Fonds in einem einzigen Produkt.
- Doch auch hier können Kosten doppelt anfallen, da neben den Gebühren für die gekauften Fonds noch Gebühren für den Dachfonds selbst berechnet werden.
Bei der Auswahl eines Dachfonds sollte man auf dessen Ausrichtung achten: Einige Produkte investieren stets zu 100 Prozent in Aktienfonds. Andere passen die Aktienquote innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite flexibel an das Marktgeschehen an. Wiederum andere kaufen in erster Linie Rentenfonds und mischen nur wenig Aktienfonds bei. Bei solchen Dachfonds kann sich die doppelte Gebührenbelastung besonders bemerkbar machen.




