Geldmarktfonds
Der frühere Parkplatz für Spargroschen hat durch die Finanzkrise erheblich an Boden verloren.
Geldmarktfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit oder in Bankguthaben. Geldmarktfonds galten seit ihrer Zulassung in Deutschland Mitte der Neunzigerjahre als sichere Anlageform, so lange sie nicht in Währungen außerhalb der EU investierten und so von Wechselkursen abhängig wurden.
Ein Vorteil von Geldmarktfonds war und ist, dass der Anleger jederzeit über sein Geld verfügen kann.
Geldmarktfonds werden gern genutzt, um kurzfristig Geld "zwischenzuparken", bevor man es neu längerfristig anlegt. Sie gelten als Alternative zum Sparbuch mit seiner vergleichsweise mageren Rendite.
Dieses Bild ist inzwischen stark getrübt. Im Verlauf der Finanz- und Währungskrisen seit 2007 verschlechterten sich Geldmarktfonds. Binnen weniger Wochen stellten sogar einige Fonds ihren Betrieb ein. Andere Papiere verloren - je nach ihrer Zusammensetzung - teilweise erheblich an Wert. Das Vertrauen in das Instrument Geldmarktfonds ist seitdem rückläufig.




