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Verbriefte Anlagesicherheit

Bei Bundesschatzbriefen steigen die jährlichen Zinserträge mit zunehmender Laufzeit nach einem vorher festgelegten Plan.

Bundesschatzbriefe gibt es seit 1969. Die damalige Bundesregierung schuf sie, um Kapital für öffentliche Investitionen zu beschaffen und zugleich die Eigentums- und Vermögensbildung der Bevölkerung zu unterstützen. Der Staat bürgt für die Sicherheit dieser Wertpapiere. Die Verzinsung beträgt derzeit je nach Laufzeit zwischen 0,10 und 1,75 Prozent.

Es gibt sie in zwei Varianten:

  • Typ A hat eine Laufzeit von sechs Jahren, die Zinsen fließen jährlich.
  • Die Laufzeit von Typ B umfasst sieben Jahre, die Zinsen werden aber erst am Ende der Laufzeit mit Zinseszinsen ausgezahlt. Bei beiden Typen steigen die Zinsen von Jahr zu Jahr.
Zinsen für Bundesschatzbriefe
JahrTyp A -
Zinsen
Typ B -
Zinsen
1. Jahr0,10 Prozent0,10 Prozent
2. Jahr0,10 Prozent0,10 Prozent
3. Jahr0,10 Prozent0,10 Prozent
4. Jahr0,75 Prozent0,75 Prozent
5. Jahr1,25 Prozent1,25 Prozent
6. Jahr1,75 Prozent1,75 Prozent
7. Jahr 1,75 Prozent

Quelle: Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH, Stand 12. April 2012

Bundesschatzbriefe gelten zwar als konservative Anlageform, doch ihre Rendite lag in den vergangenen 20 Jahren sogar über denen bestimmter Rentenfonds. Insgesamt sind derzeit mehr als 30 Milliarden Euro in den Briefen investiert. Damit gehört der Bundesschatzbrief zu den Bestsellern unter den Wertpapieren des Bundesfinanzministeriums.

Schatzbriefe sind zudem flexibel. Sie können schon ein Jahr nach Beginn der Laufzeit vorzeitig zurückgegeben werden. Dieses Recht wirkt laut Stiftung Warentest wie eine Renditeversicherung: Sollte es bessere Konditionen geben, können Anleger ohne Kursverluste aussteigen und ihr Geld neu anlegen. Allerdings können nur für maximal 5.000 Euro Bundesschatzbriefe binnen 30 Zinstagen vorzeitig verkauft werden. Ehepartner mit gemeinsamem Depot können Bundesschatzbriefe im Wert von bis zu 10.000 Euro im Monat abgeben.

Bundesschatzbriefe gibt es ab einer Anlagesumme von 50 Euro gebührenfrei bei Banken, Sparkassen und allen Landeszentralbanken. Lediglich die Landeszentralbanken bieten den Kauf per Dauerauftrag an. Wer die jährliche Depotgebühr (bis zu 30 Euro) bei der Bank sparen will, kann seine Schatzbriefe bei der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH in Frankfurt am Main gebührenfrei lagern lassen. Die Kreditinstitute haben Eröffnungsanträge vorrätig, die bei der Bank ausgefüllt und von ihr an die Finanzagentur weitergeleitet werden. Die Finanzagentur bestätigt den Kunden direkt die Eröffnung des Kontos, Übertragungen sowie eventuelle Verkäufe.

Steuerlich betrachtet kann Typ B allerdings einen Haken haben. Dieser sammelt die Erträge samt Zinseszins sieben Jahre lang an und schüttet sie erst bei Endfälligkeit, also nach sieben Jahren, in einer Summe aus. Daher sollte man vorher bedenken, ob der Sparerfreibetrag (750 Euro für Ledige, 1.500 Euro für Verheiratete) überschritten werden könnte.

  • Mindestanlagesumme: 50 Euro
  • Verzinsung: variabel (je nach Stand der Laufzeit derzeit zwischen 0,10 und 1,75 Prozent)
  • Sicherheit: besonders sicher, weil der Staat bürgt
  • Flexibilität: nach Ablauf eines Jahres jederzeit kündbar
  • Besteuerung: bei Überschreiten des Sparerfreibetrags voll steuerpflichtig

Mehr zum Thema:

  • www.deutsche-finanzagentur.de
    Die Internetseite der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH (früher Bundeswertpapierverwaltung) bietet unter anderem eine Übersicht der aktuellen Wertpapierkonditionen.

Themenhinweise:

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  • Beratungsstellensuche

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