Gesundheit / 07.08.2017

Der zweite Schritt

Nach dem Krankenhaus schnell in die Anschlussrehabilitation

Offenbach (js). Unfall, Herzinfarkt, Operation – für die Erstbehandlung ist ein Akutkrankenhaus zuständig. Und dann? Um Patienten nach einem längerem Krankenhausaufenthalt wieder fit für Arbeit und Beruf zu machen, gibt es die Anschlussrehabilitation.  Es sind die Krankenhausärzte, die in aller Regel eine Anschlussrehabilitation anstoßen - und das oft schnell: Spätestens zwei Wochen nach der Akutbehandlung im Krankenhaus oder nach einer Operation soll diese Reha beginnen. Dies gilt nicht bei einer vorhergehenden Bestrahlungsbehandlung. In diesem Fall beträgt der Zeitraum sechs Wochen. Die Anschlussrehabilitation wird nur bei bestimmten Krankheiten gewährt. Diese sind:

  • Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen
  • Entzündlich- und degenerativ-rheumatische Krankheiten, auch nach Operationen und bei Unfallopfern
  • Erkrankungen des Verdauungsapparates und bei Stoffwechsel-Störungen
  • Erkrankung der Atmungsorgane
  • Neurologische Krankheiten sowie nach OP an Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven
  • Erkrankungen von Nieren, Harnwegen und Prostata (nach OP)
  • Onkologische Krankheiten
  • Gynäkologische Krankheiten

Vorteil dieser Reha-Leistung ist die direkte Weiterbehandlung nach Operationen, um verloren gegangene Funktionen wiederzuerlangen oder auszugleichen. Der Patient kann schneller an Belastung durch Alltag und Berufsleben herangeführt werden.

Ob ambulant oder stationär, das entscheidet der Patient im Einvernehmen mit seinem Arzt. In der Regel dauert die Anschlussrehabilitation drei Wochen. Die Dauer  ist von der Diagnose und dem Verlauf der Behandlung abhängig. Ist es medizinisch notwendig, kann die Leistung auch verlängert werden. Sie kann verkürzt werden, wenn das Rehabilitationsziel früher erreicht wird oder sich keine Besserung abzeichnet.

Autor: Jürgen Streicher