Rente / 19.10.2017

Rentner: Mit Pflege die Rente steigern

Wer ab der Regelaltersgrenze eine Teilrente wählt, profitiert von Rentenzuschlag.

Speyer (drv/sth). Wer als Rentner die Regelaltersgrenze erreicht hat und einen Angehörigen pflegt, kann jetzt seine Rente erhöhen, indem er sich für eine Teilrente anstelle einer Altersvollrente entscheidet. "Die Flexirente macht es möglich", heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz.

Seit 1. Juli haben Rentner die Möglichkeit, eine Teilrente zu wählen, die zwischen zehn und 99 Prozent der vollen Altersrente beträgt. Wer einen Angehörigen pflegt und nach Erreichen der Regelaltersgrenze eine Teilrente von zum Beispiel 99 Prozent bezieht, wird automatisch wieder versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Die Beiträge zur Rentenversicherung zahlt allein die Pflegekasse.

Wie erhöht sich die Rente?

Wie die Beiträge die Rente erhöhen, hängt vom Pflegegrad und der gewählten Leistung aus der Pflegeversicherung ab. Zurzeit erhöht sich die Rente monatlich zwischen 5,64 Euro (bei Pflegegrad 2 und Sachleistung) und 29,86 Euro (bei Pflegegrad 5 und Pflegegeld).

Beispiel: Die Regelaltersrente beginnt am 1. August 2017 und beträgt 550 Euro. Eine Altersteilrente von 99 Prozent beträgt 544,50 Euro, verringert sich also lediglich um 5,50 Euro. Bei Pflegegrad 5 des Pflegebedürftigen und Pflegegeld erhöht sich die Rente um 29,86 Euro. Die geringe Einbuße bei der Rente wird schon bei der nächsten Rentenanpassung durch eine höhere Rente ausgeglichen.

Der Rentner kann selbstverständlich jederzeit oder spätestens, wenn die Pflege endet, wieder die volle Altersrente beantragen.

Mehr zum Thema:

http://flexirente.drv.info/

Link zu weiteren Informationen der Deutschen Rentenversicherung über die Flexirente

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 Deutsche Rentenversicherung