Finanzen / 24.08.2017

Riestern trotz Arbeitslosigkeit

Arbeitslose verlieren nicht ihre Zulagenberechtigung, sollten aber ihre Einzahlungen überprüfen

Erhalten Betroffene Arbeitslosengeld, zahlt die Bundesagentur für Arbeit zunächst Rentenversicherungsbeiträge. Beim Arbeitslosengeld II entfallen diese Zahlungen. Dennoch können dank Ausnahmeregeln weiter Zulagen für die Riester-Rente fließen. Voraussetzung ist, dass der Empfänger in Deutschland lebt und zuvor schon in die Rentenversicherung einzahlte. In diesen Fällen ist der Arbeitslose auch weiter direkt "unmittelbar zulagenberechtigt", wie es im Fachjargon heißt.

Förderung erhalten dank "mittelbarer Zulagenberechtigung"

Doch auch Arbeitslose, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, können eine Riester-Zulage erhalten. Der Schlüssel heißt hier "mittelbare Zulagenberechtigung": "Verfügt der Partner des Arbeitslosen über einen Riester-Vertrag, in den er seinen individuell berechneten Eigenbeitrag, mindestens jedoch 60 Euro pro Jahr einzahlt, besteht eine Zulagenberechtigung", so Rieg. Die 60 Euro sind der so genannte Mindesteigenbeitrag - er gilt für beide.

Unterschreiten Riester-Sparer diese Grenze, fließen keine Zulagen für die Altersvorsorge. Und ein letzter Punkt ist wichtig: Eine "Bedarfsgemeinschaft" oder eine Lebenspartnerschaft reiche nicht, informiert Rieg: "Beide müssen verheiratet sein."

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Autor

Michael J. John