Rente / 16.10.2017

Mehr als 34 Millionen Beitragszahler

Zahl der Menschen, die Rentenansprüche erwerben, stieg 2015 weiter. Trend hält an.

Offenbach (sth). Die Zahl der Beitragszahler an die gesetzliche Rentenversicherung ist zum Jahresende 2015 auf 34,28 Millionen Euro gestiegen. Darunter befanden sich knapp 30 Millionen versicherungspflichtig Beschäftigte, rund 757.000 Arbeitslosengeldempfänger, etwa 301.000 Menschen, die Angehörige in häuslicher Umgebung pflegten und damit Rentenansprüche erwarben, sowie rund 294.000 Selbstständige. Das geht aus dem Jahresbericht der Deutschen Rentenversicherung für 2016 hervor (siehe Link unten).

Nach Angaben der Rentenversicherung wuchs die Zahl der Beitragszahler gegenüber dem Vorjahr um rund 400.000, die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten sogar um 630.000. Und der Aufwärtstrend bei den Arbeitnehmern hält an: Laut einer aktuellen Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Juli dieses Jahres auf 32,15 Millionen  – etwa 770.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Besonders stark war dem Bericht der Rentenversicherer zufolge der Zuwachs bei den Arbeitnehmern mit ausländischem Pass. Ihre Zahl stieg um 11,8 Prozent auf 3,48 Millionen. Grund für diese Entwicklung sei auch die "in den vorangegangenen Jahren erweiterte EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit", heißt es. Zudem habe die wachsende Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Beschäftigten sowie die Bevölkerungsentwicklung mit einer weiter steigenden Zahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter die Arbeitsmarktsituation günstig beeinflusst.

Versicherten-Verteilung nähert sich dem Zielwert

Die Verteilung der rentenversicherten Bevölkerung auf die zwei Bundesträger und 14 Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung kommt laut Jahresbericht weiter den gewünschten Zielwerten entgegen. Von den etwa 53,81 Millionen Versicherten, die Ende 2015 keine Rente bezogen, entfielen demnach

  • rund 28,76 Millionen (53,4 Prozent) auf die Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung,
  • rund 23,10 Millionen (42,9 Prozent) auf die Deutsche Rentenversicherung Bund und
  • rund 1,96 Millionen (3,6 Prozent) auf die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

Bund und Länder hatten sich im Zuge der Organisationsreform der Rentenversicherung Mitte des vergangenen Jahrzehnts darauf verständigt, dass die Arbeit zwischen den drei Gruppen der Rentenversicherungsträger bis 2020 im Verhältnis 55 : 40 : 5 (Prozent) verteilt sein soll.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zum Jahresbericht 2016 der Deutschen Rentenversicherung

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Autor

Stefan Thissen