Finanzen / 02.08.2017

Vertrauen in die Altersvorsorge

Umfrage: Deutsche sparen für das Alter und setzten auch auf die Riester-Rente

Frankfurt am Main (mjj) 77 Prozent der Deutschen sparen nach eigenen Angaben für das Alter, 40 Prozent fühlen sich schon jetzt gut oder sehr gut abgesichert. Lediglich sieben Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment sieht noch größere Defizite. Die Umfrage basiert auf Angaben von 500 Teinehmern zwischen 20 und 59 Jahren.

Konsumverzicht für die Altersvorsorge

42 Prozent von ihnen geben an, dass sie bereit seien für die Altersvorsorge auf Konsum zu verzichten. Dabei können Sparer auch auf die staatlich geförderte Riester-Rente setzen. Dass sie dabei die Qual der Wahl haben, sehen 53 Prozent als Pluspunkt, 31 Prozent als Nachteil. Vorsorgewillige können sich entscheiden zwischen Riester-Rentenversicherungen, -Fondssparplänen, -Banksparplänen und der Eigenheimrente (Wohn-Riester). Zuletzt stagnierte die Zahl der Riester-Renten nach Angaben des Bundessozialministeriums bei 16,5 Millionen Verträgen. 

Am liebsten mit 60 Jahren in Rente

Wenn es nach ihren Wünschen geht, würden mehr als zwei Drittel (69 Prozent) mit maximal 61 Jahren in Rente gehen. 23 Prozent würden mit 62 oder 63 Jahren das Arbeitsleben quittieren. Das durchschnittliche Wunsch-Rentenalter der Befragten liegt bei 59,9 Jahren. "Je früher die Menschen an später denken und mit der privaten Eigenvorsorge beginnen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kluft zwischen dem gewünschten und dem tatsächlichen Renteneintritt kleiner wird", so Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Tatsächlich sind 46 Prozent der Befragten dazu bereit, mehr in die Altersvorsorge zu investieren, um früher in Rente gehen zu können. Erst in diesem Jahr hat der Staat durch die Einführung der Flexirente einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben erleichtert. 

 

 

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Autor

Michael J. John