Finanzen / 28.07.2017

Weniger Abgeltungssteuer für Riester-Sparer

Selbst ein ungeförderter Riester-Vertrag hat Steuervorteile.

Offenbach (kma) Für Riester-Sparer gelten besondere Regeln bei der Abgeltungssteuer – selbst wenn sie auf die staatliche Förderung verzichtet haben. Normalerweise werden auf Kapitalerträge 25 Prozent Abgeltungssteuer fällig (und zusätzlich Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag). Für Riester-Produkte gilt das nicht – auch dann nicht, wenn Riester-Sparer für ihren Vertrag keine staatliche Zulage erhalten.

Das ist für Gutverdiener interessant, die vor allem den Steuervorteil nutzen wollen und deshalb vielleicht in einen Riester-Fondssparplan investieren. Aus drei Gründen:

  • Sie können sich die angesparte Summe zum Laufzeitende auszahlen lassen, weil ungeförderte Verträge nicht als lebenslange Rente ausgezahlt werden müssen.
  • Und sie müssen nur die Hälfte der Kapitalerträge mit ihrem persönlichen Steuersatz versteuern. Der zu versteuernde Wertzuwachs ist die Differenz zwischen der Auszahlungssumme und den gezahlten Eigenbeiträgen.
  • Das eingezahlte Kapital ist auch bei ungeförderten Riester-Verträgen zum Ende der Vertragslaufzeit garantiert.

Bedingungen: Der Vertrag muss mindestens zwölf Jahre laufen und Sparer müssen zu Beginn der Auszahlungsphase 62 Jahre alt sein.

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Autor

Katja Mathes