Ihre Altersvorsorge

Wer im Alter auch finanziell gut leben will, sollte schon jetzt seine Finanzen für die Zeit nach dem Erwerbsleben planen. Wir erklären Ihnen warum das wichtig ist und welche Möglichkeiten Sie zur Altersvorsorge haben. Wie eine stabile Altersvorsorge aussieht, zeigen die drei Säulen der Altersvorsorge. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre persönliche Altersvorsorge zur Sicherung Ihres Einkommens im Alter aufbauen.

Finanzielle Absicherung im Alter: Altersvorsorge ist in jedem Alter ein wichtiges Thema.

Klar ist, um das Thema Altersvorsorge kommt niemand herum: Der demografische Wandel sorgt dafür, dass das umlagenfinanzierte Rentensystem an seine Grenzen stößt und das Rentenniveau sinkt. Wer im Alter seinen Lebensstandard halten will, muss in der Regel zusätzlich vorsorgen.

Altersvorsorge: drei gute Gründe

Drei gute Gründe, warum Sie zusätzlich zur gesetzlichen Rente fürs Alter vorsorgen sollten

  1. Das Niveau der gesetzlichen Rente sinkt seit Jahren. Grund ist der demografische Wandel. Ihre künftige Altersrente wird deutlich unter ihrem jetzigen Gehalt liegen.
  2. Wenn Sie nicht zusätzlich fürs Alter vorsorgen, werden Sie ihren Lebensstandard kaum halten können.
  3. Zusätzliche Altersvorsorge wird vom Staat gefördert. Sie können jetzt Steuern sparen und Zulagen erhalten.

Die Rente – die wichtigste Altersvorsorge

Für die meisten Menschen ist die gesetzliche Rente die Basis ihrer Altersvorsorge. Politische und gesellschaftliche Entwicklungen haben in dem System Rente dazu geführt, dass eine zusätzliche Altersvorsorge nötig ist.

Das deutsche Rentensystem beruht auf dem Generationenvertrag. Es funktioniert nach dem Umlageverfahren:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Arbeitgeber sowie bestimmte Selbstständige zahlen einkommensabhängige Rentenbeiträge in die Rentenkasse ein.
  • Erwerbstätige erhalten dafür Entgeltpunkte auf ihrem Rentenkonto – die Grundlage für die Berechnung ihrer zukünftigen Rente.
  • Aus den Beiträgen zahlt die Deutsche Rentenversicherung die Renten der aktuellen Rentnerinnen und Rentner.

Der Vorteil: Das Umlageverfahrens stellt sicher, dass die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner an der Lohnentwicklung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilnehmen. Steigen die Löhne, steigen auch die Renten.

Das Problem: Der demografische Wandel erschwert das Konzept des Umlageverfahrens. Die Menschen in Deutschland haben lange weniger Kinder bekommen. Die Geburtenrate ist von 2,5 Kindern pro Frau im Jahr 1964 auf etwa 1,54 Kinder pro Frau gesunken (2019).  Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung; Renten müssen immer länger gezahlt werden. Die Rentenbezugsdauer – also die Anzahl der Jahre, in denen jemand eine Altersrente bezieht – lag 2019 bei Frauen bei 21,7 Jahren, bei Männern bei 18,2 Jahren. Vor 60 Jahren wurden Renten im Schnitt nur halb so lang gezahlt.

Weil das Umlageverfahren allein dafür nicht ausreicht, fließen neben Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen schon heute Steuermittel in die Rentenkasse. Steuergelder machen fast ein Drittel des Budgets der Rentenversicherung aus. Weil sich die Lage noch verschärfen wird, hat die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission Empfehlungen für das Alterssicherungssystem nach 2025 erarbeitet.

Das Rentenniveau

Die Renten steigen zwar stetig – jedoch etwas langsamer als die Gehälter, deshalb sinkt das Rentenniveau. Das Rentenniveau liegt bei 48 Prozent des Nettoverdienstes eines Beispielrentners, der 45 Jahre lang genau den Durchschnittsverdienst bekommen hat. Ihn nennt man den Eckrentner. Ein solcher Rentner bekommt im Jahr 2020 etwa 1500 Euro Rente – brutto. Davon gehen dann noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (etwa 11 Prozent) und im Einzelfall auch Steuern ab. Wenn Sie das mit Ihrem letzten Gehalt vergleichen, können Sie vielleicht einen deutlichen Unterschied sehen.

Die Bundesregierung sagt deshalb, dass es nicht ausreicht, sich im Alter allein auf die gesetzliche Rente zu verlassen. Die Politik fördert seit Jahren verschiedene Wege der zusätzlichen Altersvorsorge – sei es durch Zulagen oder Steuervorteile.

Drei Säulen zur Sicherung der Altersvorsorge

Wie eine stabile Altersvorsorge idealerweise aussieht, zeigen die drei Säulen der Altersvorsorge: Zur Basisversorgung, zum Beispiel der gesetzlichen Rente, kommen Einnahmen aus der betrieblichen und der privaten Vorsorge hinzu.

Rente/Pension

Die weitaus wichtigste Säule für Beschäftigte ist die gesetzliche Rentenversicherung. Für Selbstständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, wie Architekten, Ärzte, Anwälte und Psychotherapeuten gibt es berufsständische Versorgungswerke. Beamten erhalten Pensionen.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) schließt der Arbeitgeber den Vertrag für seine Beschäftigten ab und kümmert sich auch darum, dass die Beiträge in der Regel direkt vom Gehalt abgehen. Meistens nutzen Arbeitnehmer dafür die Brutto-Entgeltumwandlung.

Private Altersvorsorge

Ergänzend zur gesetzlichen Rente und zur betrieblichen Altersvorsorge steht die private Vorsorge – zum Beispiel in Form der Riester-Rente. Für Selbstständige und Beamte wurde die Rürup-Rente als Vorsorgemöglichkeit geschaffen.

Ob Riester, Rürup oder Betriebsrente: Jedes Produkt hat Vor- und Nachteile. Unterschiede gibt es nicht nur in der staatlichen Förderung, sondern auch in der steuerlichen Behandlung. Bei der betrieblichen Altersvorsorge winken Steuererleichterungen und ein Zuschuss vom Betrieb. Sparer einer Riester-Rente können mit staatlicher Förderung rechnen.

 

 

So ergänzen Sie Ihre Altersvorsorge

1. Was brauche ich?

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Ihre zukünftigen Einnahmen. Ermitteln Sie dann, wie viel Sie darüber hinaus später brauchen und wieviel von Ihrem Einkommen Sie heute in Ihre Altersvorsorge investieren können. Wie Sie Ihren Bedarf zur Vorsorge berechnen, erfahren Sie in unserem Tutorial „Altersvorsorge richtig planen“.

2. Wie baue ich meine Altersvorsorge am besten auf? Was lohnt sich?

Welche Altersvorsorge in Ihrer Lebenssituation sinnvoll ist und sich für Sie lohnt verdeutlichen exemplarisch die Personen in den verschiedenen Lebenssituationen. Wählen Sie eine Person, die zu Ihrer Situation passt. Wir zeigen Ihnen dazu die geeignete Vorsorgestrategie.

3. Über Altersvorsorge-Produkte informieren und Angebote einholen

Informieren Sie sich schließlich über die Produkte, die für Sie infrage kommen. Auf ihre-vorsorge.de erfahren Sie genauer, wie die einzelnen Produkte funktionieren und welche Vor- und Nachteile sie haben. Wir zeigen Ihnen, was wichtig und was zu beachten ist.

Haben Sie sich für ein Produkt entschieden, holen Sie schließlich verschiedene Angebote ein und lassen sich vor Abschluss unabhängig beraten.

Altersvorsorge: Bedarf berechnen

Sie wollen fürs Alter vorsorgen, wissen aber nicht, wie viel Sie zur Seite legen sollten? Unsere Expertin erklärt, wie Sie Ihren Vorsorgebedarf berechnen können und woran Sie denken sollten.

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