Aktien

Bei Aktien muss man immer mit Kursschwankungen rechnen. Sie sind daher nur bedingt zur Altersvorsorge geeignet.

Mann mit Bullenfigur auf der Hand – Bildnachweis: gettyimages © Westend61

Aktien: Anteile an Unternehmen

Aktien sind Anteilsscheine an Unternehmen. Aktienbesitzer werden somit zu Miteigentümern von Aktiengesellschaften. Der Wert der Anteile hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • wirtschaftliche Entwicklung – vor allem in der Branche, in der die jeweilige Aktiengesellschaft tätig ist;
  • wirtschaftlicher Erfolg des Unternehmens und damit die Höhe des Gewinns je Aktie;
  • Angebot und Nachfrage an der Börse.

Wenn viele Anleger an der Börse die Aktien einer bestimmten Firma kaufen, also bei hoher Nachfrage, steigt ihr Wert beziehungsweise ihr Kurs. Diesen Kursgewinn kann ein Anleger realisieren, wenn er diese Aktien wieder verkauft. Dadurch steigt wiederum das Angebot und der Kurs sinkt.

Die gemäß diesem Wechselspiel von Angebot und Nachfrage schwankenden Aktienkurse bringen einerseits überdurchschnittliche Gewinnchancen mit sich, bergen andererseits aber auch ein hohes Verlustrisiko.

Daher lautet der wichtigste Anlagetipp: Man sollte nur mit Geld spekulieren, das man nicht wirklich braucht und dessen Verlust nicht existenzbedrohend ist.

Wer sein Geld in Aktien anlegen möchte, muss sich mit dem Börsengeschehen intensiv auseinandersetzen. Dazu einige Grundregeln:

  • Gewinne nicht zu früh und Verluste nicht zu spät realisieren. Wer bei sinkenden Kursen zu lange auf eine Erholung hofft, fährt häufig noch größere Verluste ein.
  • Man sollte die eigenen Kaufentscheidungen dokumentieren und seine Erwartungen an die Kursentwicklung von Zeit zu Zeit überprüfen.
  • Man sollte sich keine zu konkreten Ziele setzen (zum Beispiel den früheren Höchstkurs der Aktie wieder erreichen), sondern sich fragen, ob man die Aktie zum aktuellen Kurs wieder kaufen würde. Bei einem „Nein“ sollte man sich von der Aktie trennen.
  • Wer sein Depot ständig umschichtet, verursacht Kosten. Das sollte man einkalkulieren.
  • Niemals gedankenlos auf marktschreierische „Börsen-Gurus“ hören. Auf lange Sicht bestimmen die Fundamentaldaten der Unternehmen und der Weltwirtschaft sowie die darauf basierenden künftigen Gewinnerwartungen der Anleger die Kursentwicklungen.

Aktien einzelner Unternehmen

Die Konzentration des Geldes auf die Aktien eines einzigen Unternehmens kann die Gewinnchance erhöhen, aber dadurch wächst auch die Abhängigkeit von dieser Aktiengesellschaft. Diese Strategie gilt bei Experten als nicht empfehlenswert. Deren Zauberwort zur Risikoverteilung lautet: Diversifikation, also Streuung des Geldes und damit Streuung des Risikos.

Allgemein gilt das Prinzip: Je höher die Gewinnchance, desto höher das Risiko.

Um das Risiko zu begrenzen, sollte man sein Kapital auf mehrere Aktiengesellschaften verteilen. Bei der Investitionsentscheidung lassen sich aber auch je nach persönlicher Risikobereitschaft und Marktkenntnis bestimmte Branchen oder Regionen gezielt auswählen. Dabei muss man beachten, dass sich die Bedingungen an den Märkten sehr schnell ändern können.

Aktienfonds

Wer sich nicht selbst mit dem Kauf und Verkauf einzelner Aktien beschäftigen will, kann sein Geld in Investmentfonds stecken. Doch das hat seinen Preis. Investmentfonds ermöglichen eine Anlage in verschiedene Aktien. Durch die Mischung soll das Risiko von Verlusten verkleinert werden. Je nach Fonds werden die Gewinne ausgeschüttet (der Anleger bekommt sie also ausgezahlt) oder sie werden einbehalten und neu angelegt (thesauriert). Davon abgezweigt werden die Verwaltungskosten sowie die Gewinnmarge der Fondsgesellschaft.

Unterschieden wird zwischen

  • aktiv gemanagten Fonds, bei denen die Fondsmanager je nach Marktgeschehen über den Kauf und Verkauf von Aktien entscheiden, und
  • passiven Fonds, die nach festen Regeln zusammengestellt einen bestimmten Aktienindex abbilden.

In der Vergangenheit haben passive Fonds trotz niedrigerer Kosten den Anlageerfolg vieler aktiv gemanagter Fonds übertroffen. Bei der Auswahl des geeigneten Fonds sollte man also genau auf Kosten und Kursentwicklung achten.

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