Wertpapiere

Bei festverzinslichen Wertpapieren gibt es kaum Überraschungen bezüglich der Rendite. Sicherheit steht im Vordergrund.

DAX – Bildnachweis: wdv © Rüttger, Bernhard

Festverzinsliche Wertpapiere

Festverzinsliche Wertpapiere sind Anlageformen mit einem im Voraus festgelegten Zinssatz. Sie werden als Anleihen, also Schuldverschreibungen, von der öffentlichen Hand (in Deutschland: Bund, Länder, Kommunen), von Industrieunternehmen und von Banken ausgegeben. Das heißt, der Anleger gibt dem Herausgeber der Anleihe einen Kredit.

Unterschieden wird zwischen Staats- und Unternehmensanleihen. Zu den von der Bundesrepublik Deutschland herausgegebenen Staatsanleihen zählen unter anderem

  • Bundesanleihen
  • Bundesobligationen
  • Bundesschatzbriefe (bis 2012)
  • Inflationsindexierte Bundeswertpapiere
  • Tagesanleihen
  • Bund-Länder-Anleihen

Die Laufzeiten dieser Papiere liegen in Deutschland zwischen wenigen Monaten und 30 Jahren. Ihre Renditen sind marktabhängig und angesichts des niedrigen Zinsniveaus derzeit nicht sehr attraktiv. Bei inflationsindexierten Anleihen sind die Erträge an die Inflationsrate gekoppelt.

Die Erträge von Unternehmensanleihen sind von Laufzeiten und Bonität des herausgebenden Unternehmens abhängig.

Pfandbriefe sind besicherte Schuldverschreibungen. Sie werden von Banken herausgegeben, die damit Kredite für Immobilien, Schiffe oder Flugzeuge refinanzieren. Es gibt auch „Öffentliche Pfandbriefe“, die der Refinanzierung von Staatskrediten dienen.

Die Kapitalanlage in festverzinslichen Wertpapieren wie Bundeswertpapiere oder Pfandbriefe gilt als sichere Anlageform, die eine absehbare Rendite ohne Risiko verspricht. Ein Nachteil einiger festverzinslicher Wertpapiere besteht in der mangelhaften Liquidität. Wer die Anleihe während der Laufzeit verkauft, geht das Risiko eines Kursverlustes ein.

Als Rentenpapiere an der Börse

In der Regel sind Anleihen zum Börsenhandel zugelassen. Dort werden sie als Rentenpapiere bezeichnet. Der Kurs einer Anleihe kann abhängig vom jeweiligen Zinsniveau sowie Angebot und Nachfrage sowohl sinken als auch steigen. Allerdings sind die Kursschwankungen von Anleihen in der Regel geringer als bei Aktien.

Derzeit ist die Attraktivität festverzinslicher Wertpapiere durch das niedrige Zinsniveau beeinträchtigt. Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit bringen aktuell nur 0,1 Prozent Zinsen pro Jahr (Quelle: Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH, Stand: April 2017)

Mehr Informationen

  • www.deutsche-finanzagentur.de
    Die Internetseite der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH bietet unter anderem eine Übersicht der aktuellen Wertpapierkonditionen
  • www.bafin.de
    Internetseite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
  • www.pfandbrief.de
    Internetseite des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken

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