Vor- und Nachteile

Die staatlich geförderte Riester-Rente hat viele Vorteile, aber auch Nachteile.

Liste Vorteile und Nachteile mit grünem und rotem Buntstift – Bildnachweis: Fotolia © stockpics

Vorteile

  • Staatliche Zulage erhöht Rendite: In Zeiten niedriger Zinsen sind die Zulagen von 154 bis 300 Euro je nach Produkt die einzige Rendite. Aber die kann sich sehen lassen.
  • Steuervorteil: Riester-Beiträge von bis zu 2.100 Euro kann ein Single von der Steuer absetzen – und damit die Steuerlast senken.
  • Pfändungssicher: Angespartes gefördertes Riester-Vermögen (Einzahlungen bis 2.100 Euro im Jahr) ist in der Ansparphase pfändungssicher und wird auch nicht angetastet, wenn ein Sparer Hartz IV bezieht.
  • Sichere Anlageform: Zu Rentenbeginn sind mindestens die Einzahlungen sowie die Zulagen garantiert – auch beim Riester-Fondssparplan.
  • Flexibilität: Man kann Beiträge reduzieren oder den Vertrag beitragsfrei stellen – bekommt dafür allerdings weniger oder keine Zulagen.
  • Recht auf einmalige Auszahlung: Bis zu 30 Prozent des Riester-Vermögens können Sparer zu Beginn der Auszahlungsphase einmalig entnehmen. Der Rest wird als lebenslange Rente ausgezahlt.
  • Staatliche Unterstützung für den Hauskauf: Durch Wohn-Riester unterstützt der Staat Häusle-Bauer.

Nachteile

  • Steuerpflichtig: In der Auszahlungsphase ist die Riester-Rente voll steuerpflichtig.
  • Teuer: Je nach Produkt und Anbieter sind die Abschluss- und Verwaltungskosten sehr hoch. Günstige Alternativen sind oft rar gesät.
  • Renditechancen überschaubar: Weil Anbieter eine Beitragsgarantie geben müssen, legen sie risikoarm an. Das mindert die Chancen auf eine wirklich hohe Rendite. Je nach Anlageform sind die staatlichen Zulagen derzeit die einzige Rendite.
  • Anrechnung auf Grundsicherung im Alter: In der Auszahlungsphase wird die Riester-Rente auf die Grundsicherung im Alter und auch auf andere Sozialleistungen angerechnet. Ab 2018 gibt es allerdings einen Freibetrag für die zusätzliche Altersvorsorge von etwa 200 Euro.
  • Aufwendig: Sparer müssen den Riester-Vertrag im Blick behalten, den Eigenbeitrag bei Gehaltssprung, Geburt des Kinder etc. immer anpassen und an den Zulagenantrag denken.
  • Gebunden: Das Geld ist nur für die Altersvorsorge zu verwenden. Wer das angesparte Guthaben doch für etwas anderes als Rente oder Eigenheim verwenden möchte, muss die Zulagen und den Steuervorteil zurückschicken.

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