Vor- und Nachteile der Riester-Rente

Die staatlich geförderte Riester-Rente hat viele Vorteile, aber auch Nachteile. Das Guthaben können Sie nur für die Altersvorsorge verwenden. Die Zulagen müssen Sie beantragen und bei Veränderungen anpassen. Dafür bekommen Sie aber eine sichere Anlageform mit Rendite, die Sie dank Wohn-Riester auch für den Hauskauf verwenden können.

Riester-Rente: Vorteile und Nachteile

Vorteile der Riester-Rente

  • Die staatliche Zulage erhöht die Rendite: In Zeiten niedriger Zinsen sind die Zulagen von 175 bis 300 Euro je nach Produkt die einzige Rendite. Aber die kann sich sehen lassen.
  • Steuervorteil: Ein Single kann Riester-Beiträge von bis zu 2.100 Euro von der Steuer absetzen und damit die Steuerlast senken.
  • Keine Pfändung: Angespartes gefördertes Riester-Vermögen (Einzahlungen bis 2.100 Euro im Jahr) ist in der Ansparphase pfändungssicher. Es wird auch nicht angetastet, wenn ein Sparer Hartz IV bezieht.
  • Sichere Anlageform: Zu Rentenbeginn sind mindestens die Einzahlungen sowie die Zulagen garantiert – auch beim Riester-Fondssparplan.
  • Flexibilität: Sparer können Beiträge reduzieren oder den Vertrag beitragsfrei stellen. Dafür bekommen sie allerdings weniger oder keine Zulagen.
  • Recht auf einmalige Auszahlung: Bis zu 30 Prozent des Riester-Vermögens können Sparer zu Beginn der Auszahlungsphase einmalig entnehmen. Der Rest wird als lebenslange Rente ausgezahlt.
  • Staatliche Unterstützung für den Hauskauf: Durch Wohn-Riester unterstützt der Staat Häusle-Bauer.

Nachteile der Riester-Rente

  • Steuerpflichtig: In der Auszahlungsphase ist die Riester-Rente voll steuerpflichtig.
  • Teuer: Je nach Produkt und Anbieter sind die Abschluss- und Verwaltungskosten sehr hoch. Günstige Alternativen sind rar gesät (Tipp: Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Riester-Produkte).
  • Renditechancen überschaubar: Weil Anbieter eine Beitragsgarantie geben müssen, legen sie risikoarm an. Das mindert die Chancen auf eine wirklich hohe Rendite. Je nach Anlageform sind die staatlichen Zulagen derzeit die einzige Rendite.
  • Anrechnung auf Grundsicherung im Alter: In der Auszahlungsphase wird die Riester-Rente auf die Grundsicherung im Alter und auch auf andere Sozialleistungen angerechnet. Seit 2018 gibt es allerdings einen Freibetrag für die zusätzliche Altersvorsorge von 208 Euro (Stand 2018).
  • Aufwendig: Sparer müssen den Riester-Vertrag im Blick behalten, den Eigenbeitrag bei Gehaltssprung, Geburt der Kinder etc. immer anpassen und an den Antrag auf Zulagen denken.
  • Gebunden: Das Geld ist nur für die Altersvorsorge zu verwenden. Wer das angesparte Guthaben doch für etwas anderes als Rente oder Eigenheim verwenden möchte, muss die Zulagen und den Steuervorteil zurückschicken.

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