Rürup-Produkte

Ob Rürup-Rentenversicherung oder Rürup-Vorsorge mit Fonds – auf Kosten, Ertragschancen und die Sicherheit kommt es an.

Mehrere Hände zeigen mit Fingern und Stiften auf ein Tablet. – Bildnachweis: shutterstock.com © tsyhun

Rürup-Rente in 3 Varianten

Die Rürup-Rente gibt es in drei Varianten: die klassische Rentenversicherung, die fondsgebundene Rentenversicherung und den Rürup-Fondssparplan. Wie bei allen anderen privaten Vorsorgeverträgen kommt es auf die Kosten und die Ertragschancen an. In Zeiten niedriger Zinsen (der Garantiezins bei Lebens- und Rentenversicherungen liegt seit 2017 bei 0,9 Prozent) ist die fondsgebundene Rentenversicherung die beliebteste Variante.

Klassische Rentenversicherung

Die klassische Rentenversicherung ist die sicherste Rürup-Variante, allerdings auch die mit den niedrigsten Ertragschancen: Zwar gibt es eine garantierte Rente, aber die fällt wegen des niedrigen Garantiezinses nicht besonders hoch aus. Nach Abzug der Kosten kommt so kaum eine Rendite zusammen. Überschussbeteiligungen sind möglich, aber nicht garantiert. Die Rendite ergibt sich zurzeit fast ausschließlich aus den Steuervorteilen bei der Einzahlung. Dafür macht die garantierte Rente die Altersvorsorge planbar.

Fondsgebundene Rentenversicherung

Bei der fondsgebundene Rentenversicherung werden die Beiträge in Fonds investiert und diese sind vom Auf und Ab an den Kapitalmärkten abhängig. Laufen Fonds gut, steigt die Rendite. Laufen sie schlecht, drohen Sparern sogar Verluste. Denn bei Fondsgebundenen Versicherungen gibt es keine garantierte Verzinsung. Und auch die Beiträge müssen Versicherer – anders als bei Riester-Produkten – nicht garantieren. Das heißt bei Rentenbeginn müssen nicht einmal die bislang eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Und solche Verträge sind oft teurer als klassische Rentenversicherungen, weil sich Anbieter zusätzlich zu den üblichen Versicherungskosten auch die Verwaltung der Fonds bezahlen lassen.

  • Tipp: Wer sich für eine fondsgebundene Police entscheidet und die Fonds selbst auswählen kann, sollte das Geld rechtzeitig vor Rentenbeginn in sichere Fonds umschichten.

Rürup-Fondssparplan

Auch Fondssparplänen bilden die Entwicklung der Kapitalmärkte ab. Das erhöht Ertragschancen, aber auch Risiken. Was Beitragsgarantie, garantierte Rente und Renditechancen angeht, gibt es je nach Anbieter große Unterschiede. Es kommt auch darauf an, was sich die Anbieter die Verwaltung der Fonds kosten lassen. Hier lohnt sich der Vergleich (zum Beispiel über die Test der Stiftung Warentest). Die Bedingungen für die Rentenphase stehen zu Vertragsbeginn meist noch nicht genau fest, weil Anbieter das Kapital erst kurz vor dem Rentenbeginn ein eine private Rentenversicherung umschichten.

  • Tipp: In jedem Fall sollten Sparer beim Abschluss eines Fondssparplans darauf achten, dass die eingezahlten Beiträge garantiert sind. Wer Fonds auswählen kann, sollte auch hier das Geld rechtzeitig vor Rentenbeginn in sichere Fonds umschichten.

Angebote vergleichen

Bei der Auswahl sollten Sparer nicht nur auf die Kosten und die Rendite (garantierte Rente) achten. Es kommt auch darauf an,

  • ob der Anbieterwechsel vertraglich geregelt ist,
  • ob es einen Todesfallschutz gibt, um Hinterbliebene zu versorgen,
  • ob es möglich ist, Beiträge auszusetzen und
  • ob Sonderzahlungen ohne Zusatzgebühren möglich sind.

Die Stiftung Warentest testet und vergleicht regelmäßig Rürup-Produkte. Der Abruf der Ergebnisse ist kostenpflichtig.
www.test.de/thema/ruerup-rente

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