Für wen sich eine Riester-Rente lohnt

Die Riester Förderung steigert die Rendite. Davon profitieren vor allem Familien mit geringem Einkommen. Die Riester-Rente lohnt sich aber auch für Geringverdiener ohne Kinder. Gutverdiener gewinnen durch die Steuerersparnis.

Riester-Rente: Für wen sie sich lohnt

Zulage steigert Rendite

Die Zahl der Riester-Verträge stagniert seit Jahren – und das obwohl Sparer in Zeiten niedriger Zinsen auf der Suche nach renditebringenden Anlageformen sind. Knapp 16 Millionen Riester-Verträge gibt es zurzeit. Die Zahl ist seit Jahren etwa gleich. Fast jeder fünfte Vertrag ist ruhend gestellt. Dabei kann die Riester-Rente gerade in der Niedrigzinsphase eine attraktive Anlageform sein. Die Riester-Rente lohnt sich fast immer, wenn man die staatliche Zulage voll ausschöpfen kann. Dann ist die Förderquote am höchsten, also der Anteil der staatlichen Förderung am Eigenbeitrag. Und je höher die Förderquote, desto höher ist die Rendite. Das hat die Stiftung Warentest für verschiedene Beispiele durchgerechnet. Und: 2018 steigt die Grundzulage von 154 auf 175 Euro. Konkrete Beispiele zeigt der Magazin-Beitrag „Zulage steigert Rendite: Warum sich Riestern trotzdem lohnt“.

  • Lohnend ist das vor allem für Familien mit geringem Einkommen: Wer weniger verdient, muss weniger einzahlen, bekommt aber die gleiche Zulage wie Gutverdiener. Wer dann noch Kinder hat und für diese die Kinderzulagen beantragt hat, kommt schnell auf eine Förderquote von an die 90 Prozent
    Beispiel: Wenn eine Familie mit zwei nach 2008 geborenen Kindern 900 Euro (= vier Prozent des Vorjahreseinkommens) in den Vertrag einzahlen müsste, muss sie nach Abzug der Zulagen (Grundzulage 175 Euro plus zweimal 300 Euro Kinderzulage = 775 Euro) nur noch 125 Euro überweisen.
  • Auch für Geringverdiener ohne Kinder lohnt sich die Riester-Rente, weil die Zulage ein Großteil der Einzahlungen ausmacht. Und weil die Riester-Rente ab 2018 nicht mehr voll auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird, fällt der bisherige große Nachteil für Geringverdiener weg. Sie haben künftig als Rentner einen Freibetrag von bis zu 208 Euro (Stand 2018) für Einkünfte aus zusätzlicher Altersvorsorge.
  • Für Gutverdiener, die auch nach Abzug der Zulage einen hohen Eigenbeitrag zahlen müssen, fällt die Förderquote geringer aus. Sie profitieren vor allem vom Steuervorteil und können ihre Steuerlast deutlich senken.
  • Wer für ein Eigenheim spart oder einen Immobilienkredit abbezahlt, kann die Zulage nutzen, um den eigenen finanziellen Aufwand zu reduzieren.
  • Auch für Arbeitslose lohnt es sich: Sie erhalten für fünf Euro im Monat (Mindestbeitrag 60 Euro im Jahr) die volle Zulage.

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