Vor- und Nachteile der Riester-Rente

Die staatlich geförderte Riester-Rente hat viele Vorteile, aber auch Nachteile.

Liste Vorteile und Nachteile mit grünem und rotem Buntstift – Bildnachweis: Fotolia © stockpics

Vorteile der Riester-Rente

  • Die Staatliche Zulage erhöht die Rendite: In Zeiten niedriger Zinsen sind die Zulagen von 175 bis 300 Euro je nach Produkt die einzige Rendite. Aber die kann sich sehen lassen.
  • Steuervorteil: Ein Single kann Riester-Beiträge von bis zu 2.100 Euro von der Steuer absetzen und damit die Steuerlast senken.
  • Keine Pfändung: Angespartes gefördertes Riester-Vermögen (Einzahlungen bis 2.100 Euro im Jahr) ist in der Ansparphase pfändungssicher. Es wird auch nicht angetastet, wenn ein Sparer Hartz IV bezieht.
  • Sichere Anlageform: Zu Rentenbeginn sind mindestens die Einzahlungen sowie die Zulagen garantiert – auch beim Riester-Fondssparplan.
  • Flexibilität: Sparer können Beiträge reduzieren oder den Vertrag beitragsfrei stellen. Dafür bekommen sie allerdings weniger oder keine Zulagen.
  • Recht auf einmalige Auszahlung: Bis zu 30 Prozent des Riester-Vermögens können Sparer zu Beginn der Auszahlungsphase einmalig entnehmen. Der Rest wird als lebenslange Rente ausgezahlt.
  • Staatliche Unterstützung für den Hauskauf: Durch Wohn-Riester unterstützt der Staat Häusle-Bauer.

Nachteile der Riester-Rente

  • Steuerpflichtig: In der Auszahlungsphase ist die Riester-Rente voll steuerpflichtig.
  • Teuer: Je nach Produkt und Anbieter sind die Abschluss- und Verwaltungskosten sehr hoch. Günstige Alternativen sind rar gesät (Tipp: Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Riester-Produkte).
  • Renditechancen überschaubar: Weil Anbieter eine Beitragsgarantie geben müssen, legen sie risikoarm an. Das mindert die Chancen auf eine wirklich hohe Rendite. Je nach Anlageform sind die staatlichen Zulagen derzeit die einzige Rendite.
  • Anrechnung auf Grundsicherung im Alter: In der Auszahlungsphase wird die Riester-Rente auf die Grundsicherung im Alter und auch auf andere Sozialleistungen angerechnet. Seit 2018 gibt es allerdings einen Freibetrag für die zusätzliche Altersvorsorge von 208 Euro (Stand 2018).
  • Aufwendig: Sparer müssen den Riester-Vertrag im Blick behalten, den Eigenbeitrag bei Gehaltssprung, Geburt der Kinder etc. immer anpassen und an den Antrag auf Zulagen denken.
  • Gebunden: Das Geld ist nur für die Altersvorsorge zu verwenden. Wer das angesparte Guthaben doch für etwas anderes als Rente oder Eigenheim verwenden möchte, muss die Zulagen und den Steuervorteil zurückschicken.

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