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Beitrag von Waltraut Albert

23.09.2011 - 18:38
Beitrag geschlossen

habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Das war erst eine Verdachtsdiagnose,die wurde in der Marbachtalklinik dann gesichert.
Es war eine medizinische reha für 6 Wochen.
Meine zweite Reha in dieser Einrichtung , in dem ersten Bericht keine Spur von Persönlichkeitsstörung, ich denke so etwas hat man sein Leben lang, warum ist es da nicht aufgefallen. Im zweiten Bericht werden fünf Stunden Einzelgespräche abgerechnet, was aber überhaupt nicht stimmt , es waren zwei Stunden.Auch wurde ich über das Krankheitsbild nicht richtig aufgeklärt, das hat weder der behandelnde Facharzt noch die Klinik getan.Ich leide unter Depresionen, einer sozialen Phobie; Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und es wird nicht besser, mein behandelnder Arzt ist inzwischen verstorben mit 53 Jahren.Den kann ich also nicht mehr fragen.Ich möchte nicht unbedingt die Rente beantragen, sondern nur die Richtige Hilfe haben, was könnte ich tun ? Oder vielleicht hat die Diagnose Vorteile? Nachteil der neue Arzt will mir jetzt unbedingt Neuroleptika verschreiben und meinte das er mir medizinisch bald nicht mehr weiterhelfen kann,was kann das bedeuten für mein Arbeitsleben?
23.09.2011 - 20:16
von Hans im Glück

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Wenn Sie eine EM-Rente begehren ist die Diagnose Persönlichkeitsstörung eigentlich von grossem Vorteil.....
Zumal diese ja auch meist nie alleine sondern immer noch mit anderen psychischen Erkrankungen wie z.b. einer schweren Depression etc. einhergeht.

Ansonsten und wenn Sie mit dem rehabericht nicht einverstanden sind bzw. Fehler entdeckt haben, sollten Sie dies der RV und der Rehaklinik schriftlich sofort mitteilen. Mehr können Sie ja nicht machen. Was die RV sich daraus dann allerdings annimmt steht auf einem anderen Blatt...

Warum man nicht schon bei íhrer 1. Reha diese Störung diagnostiziert hat kann man nicht sagen. Vielleicht waren ihre
Beschwerden in dieser Hinsicht seinerzeit ( noch ) nicht ausgeprägt und für die Ärzte klar genug, sodass die Ärzte seinerzeit das einfach noch nicht diagnostizieren konnte. Das muss also kein Arztfehler oder ein grossen Geheimnis sein sondern ist dadurch event. ganz einfach zu erklären. Auch eine Persönlichkeitsstörung kann viele viele Jahre im Verborgenen schlummern und schon vorhanden sein ohne das dies auch für die Ärzte dann schon merkbar bzw. diagnostizierbar ist. War bei mir genausso.,,,,.

Persönlichkeitsstörung :

Unter Persönlichkeitsstörungen versteht man bereits seit Kindheit oder Jugend bestehende „schlecht funktionierende“, zu schlechten Ergebnissen führende Bewältigungsmöglichkeiten und starre Verhaltensweisen, die mit Veränderungen im ahrnehmen, im Fühlen oder im Denken einhergehen und zu Problemen in der Gestaltung
der Beziehung zu anderen Menschen führen.

Ansonsten auf jeden Fall beim Psyachiater in Behandlung bleiben und zusätzlich eventuell eine Verhaltenstherapie bei einem Psychologen machen !!

Symptomatik:
Persönlichkeitsstörungen kommen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen bei ca. 5 – 10% der Normalbevölkerung vor. r Persönlichkeitsstörungen werden häufig ei einer hohen Zahl der Behandlungsfälle als begleitende oder zugrunde liegende Erkrankungen bei äußerst unterschiedlichen, aktuell im Vorder-grund stehenden Symptomatiken fest. Die verschiedenen, weiter unten genauer beschriebenen
Persönlichkeitsstörungen kommen in der Realität selten in ihrer reinen Ausprägung vor, häufig überlappen sich die verschiedenen Persönlichkeits-störungen und können dann als
"kombinierte Persönlichkeitsstörung" beschrieben und diagnostiziert werden.

Im Einzelnen unterscheidet man folgende Persönlichkeitsstörungen:

Schizoide Persönlichkeitsstörung (F 60.1)
Neigung zur sozialen Isolierung und zum Einzelgängertum; keine oder kaum enge Beziehungen außerhalb des Kreises der Verwandten I. Grades; in Beziehungen kühl, emotional distanziert und unnahbar wirkend.
23.09.2011 - 21:24
von Alltagsbegleiter

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Nach zweistündigen Einzelgesprächen eine derartige Diagnose zu stellen ist höchst fragwürdig.

Schon bei einer leichten depressiven Verstimmung, z. B. im Trauerfall, kommt es zur „Neigung zur sozialen Isolierung und zum Einzelgängertum“. Ebenso ist für diesen Zustand „keine oder kaum enge Beziehungen außerhalb des Kreises der Verwandten“ typisch. Selbstverständlich zeigt sich ein Patient dann oftmals dem Arzt gegenüber zunächst „kühl, emotional distanziert und unnahbar wirkend“. Nicht jeder Patient vertraut einem wildfremden Menschen nach kurzem Gespräch und bleibt emotional verschlossen.

Es gibt allerdings bei vielen Psychologen Lieblingsdiagnosen… oft sind sie unhaltbar. Der Einsatz von Psychopharmaka statt einer Gesprächstherapie kann das Leben des Patienten dann endgültig zerstören.
23.09.2011 - 21:24
von Alltagsbegleiter

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Nach zweistündigen Einzelgesprächen eine derartige Diagnose zu stellen ist höchst fragwürdig.

Schon bei einer leichten depressiven Verstimmung, z. B. im Trauerfall, kommt es zur „Neigung zur sozialen Isolierung und zum Einzelgängertum“. Ebenso ist für diesen Zustand „keine oder kaum enge Beziehungen außerhalb des Kreises der Verwandten“ typisch. Selbstverständlich zeigt sich ein Patient dann oftmals dem Arzt gegenüber zunächst „kühl, emotional distanziert und unnahbar wirkend“. Nicht jeder Patient vertraut einem wildfremden Menschen nach kurzem Gespräch und bleibt emotional verschlossen.

Es gibt allerdings bei vielen Psychologen Lieblingsdiagnosen… oft sind sie unhaltbar. Der Einsatz von Psychopharmaka statt einer Gesprächstherapie kann das Leben des Patienten dann endgültig zerstören.
24.09.2011 - 10:53
von Dr. med. H. D. Fischer

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Da es bereits VOR der Reha ja eine Verdachtsdiagnose hinsichtlich einer vorhandenen Persönlichkeitsstörung gab kann man eigentlich ausschliessen, das es sich bei der Diagnosestellung jetzt in der Rehaklinik um einen Fehler handelt.

Und in einer 4-6 Wöchen psycho-somatischen Reha kann man ( oder besser das Fachärzteteam die täglich damit zu tun haben ) sehr wohl diese Erkrankung eindeutig erkennen und damit auch glaskar diagnostizieren. Und zur Diagnosestelluing werden nicht eben nicht nur die meist wenigen Therapienstunden während so einer Reha herangezogen , sondern das gesamte Verhalten des Patienten rund um die Uhr. Die Patienten dort stehen - auch wenn Sie es selbst nicht oder nicht imemr bemerken - unter permanenter Beobachtung durch das gesamte Klinikpersonal.

Auch kann man klar und deutlich eine Persönlichkeitsstörung von einer Depression abgrenzen und unterscheiden. Eine Persönlichkeitsstörunge lässt sich z.b. auch bei der Trauer nach dem Tod eines Verwandetn von einer völlig normalen Traurigkeit die dadurch entsteht abgrenzen. Zumal diese Trauer / leichte Depression auch zeitlich immer begrenzt ist - im Gegensatz zu einer Persönlichkeitsstörung die - im Normalfall - leider lebenslang besteht bzw. bestehen bleibt.
ich bitte darum hier nicht Dinge durcheinander zu würfeln, wenn man keine Ahnung von der Materie hat. Damit werden Betroffene mehr verunsichert als das man ihnen mit soclhen Aussagen hilft.

24.09.2011 - 11:48
von KSC

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Ich denke man sollte die Diskussion nun beenden, weil die Fragestellung und die notwendigen Antworten rein medizinisch sind und daher hier im Forum fehl am Platz sind.
24.09.2011 - 14:48
von Klabuster

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

KSC schrieb:

Ich denke man sollte die Diskussion nun beenden, weil die Fragestellung und die notwendigen Antworten rein medizinisch sind und daher hier im Forum fehl am Platz sind.


Ob die Diskussion hier beendet wird oder nicht liegt nun nicht in ihrem Ermessen. Unterlassen Sie also gefälligst solche Kommentare .

Wenn Sie zum Thema nichts beitragen können - weil ihnen wohl dazu die med. Fachkenntnisse fehlen - sollten Sie ihre Finger von der Tastatur lassen....
24.09.2011 - 14:55
von Elisabeth

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Du hast jetzt 2 Optionen offen. Du kannst den ulkigen Rehabericht an das Versorgungsamt schicken, in der Hoffnung, dass du einen höheren GdB bekommst. Sollte die Behörde deine schizophrene Persönlichkeitsstörung nicht als relevant einstufen, bekommst du die Höherstufung nicht, aber weiß, dass die Diagnose ein Windei war.
Mit einer Gegenvorstellung kannst du das Gutachten auch direkt angreifen.
24.09.2011 - 15:25
von KSC

an Klabuster

Gerade weil medizinische Fachkenntnisse in diesem Fall erforderlich wären, ist diese Fragestellung im Rentenforum fehl am Platz.

Hier geht es um Fragen der Rente und der Altersvorsorge.

Auch der Experte der am Montag eventuell antworten wird, ist garantiert kein Arzt......icon_smile.gif
24.09.2011 - 17:15
von -_-

Diagnose F60.1

Klassifikation nach ICD-10 siehe hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung#Schizoide_Pers.C3.B6nlichkeitsst.C3.B6rung

Schizoide Persönlichkeitsstörung [Bearbeiten]

Im ICD-10 wird die schizoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.1) (nicht zu verwechseln mit schizotypische Persönlichkeitsstörung) so beschrieben: „Eine Persönlichkeitsstörung, die durch einen Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit übermäßiger Vorliebe für Phantasie, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung (alone in the dark) gekennzeichnet ist. Es besteht nur ein begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben.“

24.09.2011 - 19:38
von Sozialrechtler

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Waltraut Albert schrieb:

Das war erst eine Verdachtsdiagnose,die wurde in der Marbachtalklinik dann gesichert.
Es war eine medizinische reha für 6 Wochen.
Meine zweite Reha in dieser Einrichtung , in dem ersten Bericht keine Spur von Persönlichkeitsstörung, ich denke so etwas hat man sein Leben lang, warum ist es da nicht aufgefallen. Im zweiten Bericht werden fünf Stunden Einzelgespräche abgerechnet, was aber überhaupt nicht stimmt , es waren zwei Stunden.Auch wurde ich über das Krankheitsbild nicht richtig aufgeklärt, das hat weder der behandelnde Facharzt noch die Klinik getan.Ich leide unter Depresionen, einer sozialen Phobie; Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und es wird nicht besser, mein behandelnder Arzt ist inzwischen verstorben mit 53 Jahren.Den kann ich also nicht mehr fragen.Ich möchte nicht unbedingt die Rente beantragen, sondern nur die Richtige Hilfe haben, was könnte ich tun ? Oder vielleicht hat die Diagnose Vorteile? Nachteil der neue Arzt will mir jetzt unbedingt Neuroleptika verschreiben und meinte das er mir medizinisch bald nicht mehr weiterhelfen kann,was kann das bedeuten für mein Arbeitsleben?


Wie schätzen Sie sich bzgl. F 60.1 tatsächlich ein?:
"F60.1 Schizoide Persönlichkeitsstörung

Eine Persönlichkeitsstörung, die durch einen Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit übermäßiger Vorliebe für Phantasie, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung gekennzeichnet ist. Es besteht nur ein begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben."

Nur Sie wissen, ob das stimmt.

Neuroleptika sollten Sie nicht konsumieren, denn die sind alle extrem schädlich für die Psyche, unabhängig von ihrer neuroleptischen Potenz. Bei permanenten Psychosen mögen die angebracht sein, aber nicht bei F 60.1.

Und wenn Ihr Arzt Ihnen dieses Zeug verschreiben will, sollten Sie zum 1.10.2011 die Gelegenheit nutzen den Arzt zu wechseln.
25.09.2011 - 07:41
von Waltraut Albert

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

hallo, ich bins nochmal, ich möchte mich für die Antworten bedanken, die ich hier bekomme, für mich ist jede Antwort wichtig.Und ich kann mich tatsächlich darüber freuen icon_smile.gif)
25.09.2011 - 14:21
von Elisabeth

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Eine Persönlichkeitsstörung hat einen diskriminierenden Charakter. Ein burn out oder eine Depression ist mehr gesellschaftlich anerkannt. Wenn man also versuchen will, mit dieser Diagnose im Beruf voll durchstarteten, dann sollte man diese Diagnose los werden oder man sollte sich einen umfangreichen Nachteilausgleich sichern. Noch besser wäre es, die Diagnose selbst anzugehen.
29.09.2011 - 07:44
von Waltraut Albert

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Schmach selbst hat mein Herz gebrochen, und die Wunde ist unheilbar. Und ich hoffte unaufhörlich auf jemand, der Mitgefühl zeigen würde, doch da war keiner.Und auf Tröster, aber ich fand keinen.
Psalm 69:20
07.10.2011 - 14:48
von Elisabeth

RE: habe in der Reha die Diagnose F60.1 bekommen

Was unternimmst du denn nun? Hast du mit deinen behandelten Ärzten gesprochen?
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