von
USA Interessierter

Ich werde voraussichtlich für zwei Jahre für meine Firma in die USA gehen. Grundsätzlich stellt sich für mich die Frage, ob ich lieber einen Amerikanischen Arbeitsvertrag haben möchte um die mir "ersparten" Rentenbeiträge in Deutschland privat für meine Rente anzulegen (ca. 360 E im Monat) oder einen deutschen Basisvertrag + Entsendungsvertrag, um weiter in Deutschland Rentenbeiträge zu zahlen.
DA während Ausbildung und Studium immer nur geringe Beiträge gezahlt habe, ist mein derzeitiger Rentenanspruch gering. Wie sich dies ändert, steht heute noch in den Sternen (Kinder und somit Erwerbslosigkeit usw.).
Kann mir hier grundsätzlich jemand einen Tipp geben, für was ich mich entscheiden soll, bzw. von welchen Faktoren ich diese Entscheidung abhängig machen sollte?
Danke im Voraus.

von Experte/in Experten-Antwort

Sie sollten sich auf jeden Fall in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der gesetzlichen Rentenversicherung über die Auswirkungen einer Entscheidung informieren und individuell beraten lassen.

von
Amadé

Um Ihre Frage beantworten zu können bedarf es einer gewissen prophetischen Gabe, die vermutlich auch in der für Sie zuständigen Auskunfts- und Beratungsstelle nur dünn gesät sein wird.

Sie können sich aber über beide Systeme vorab etwas eingehender informieren. Schauen Sie sich dazu die beiden folgenden links an:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Rentenversicherung_%28Deutschland%29

http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Security

Beide Systeme sind umlagefinanziert. Meine Entscheidung würde ich danach richten, welcher Staat die besseren demographischen Ausgangspositionen hat. Hier schlägt das Pendel eindeutig zu Gunsten der USA aus.

Auch wenn Kritiker einwenden werden, dass M. Miegel von der Wirtschaft bezahlt wird, das ändert jedoch leider nichts am Wahrheitsgehalt seiner Ausführungen in folgendem Interview:

"Rentensystem wird in Grundsicherung umgewandelt"

BürgerBrief: Die Rente ist sicher! Was sagen Sie zu dieser Aussage unseres ehemaligen Bundessozialministers?

Prof Miegel: Blüm war ein Tagespolitiker und an dem Tag, an dem er dies sagte, stimmte seine Aussage ja auch. Dass sie bereits auf mittlere Sicht falsch sein würde, interessierte ihn nicht. Den Schaden haben heute alle diejenigen, die - durch das Ministerwort beruhigt - damals keine ausreichende private Vorsorge getroffen haben.

BürgerBrief: Die Einführung der Rente mit 67 bis zum Jahr 2029 ruft bereits Proteste hervor. Sie vermuten jedoch eine weitere Vorziehung. Was bewirkt denn eigentlich eine längere Arbeitszeit bei den Rentenkassen?

Prof. Miegel: Zweierlei. Zum einen verlängert sich die Beitragszeit und zum anderen verkürzt sich die Rentenbezugsdauer. Dadurch verbessert sich die Kassenlage. Doch für den einzelnen verschlechtert sich das Beitrags-Leistungsverhältnis. Allerdings wird es wenig nützen, hiergegen zu protestieren. Die Würfel sind gefallen. Soll heißen: Die stark steigende Zahl alter Menschen wird individuell nicht mehr so gut versorgt werden können wie die wesentlich geringere Zahl bisher.

BürgerBrief: Viele Arbeitnehmer wollen bis 67 arbeiten können dies aber nicht, weil sie vorzeitig entlassen werden. Wie passt das zusammen?

Prof. Miegel: Das passt überhaupt nicht zusammen. Aber bis zum Beginn der Verschiebung des Renteneintrittsalters im Jahre 2012 dürfte sich hier noch einiges ändern. Ich bin da nicht so pessimistisch.

BürgerBrief: Sie sprechen davon, dass die Rente zukünftig kaum höher als die Sozialhilfe sein wird. Ab wann wird das Ihrer Meinung der Fall sein und wie kann dem entgegengewirkt werden?

Prof. Miegel: Dem lässt sich nicht entgegenwirken. Denn um 2035 wird für die dann Aktiven die Finanzierung von Renten auf Sozialhilfeniveau genauso aufwändig sein wie heute die Finanzierung von Renten, die den individuellen Lebensstandard gewährleisten. Das aber heißt, wer auch künftig seinen individuellen Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten will, muss dafür privat vorsorgen.

BürgerBrief: Sind kleine Einkommen davon besonders betroffen?

Prof. Miegel: Nein. Wer ein Leben lang nur ein geringes Einkommen erzielt, erwirbt auch heute nur einen Rentenanspruch auf Sozialhilfeniveau und häufig noch nicht einmal das. Die wirtschaftlich Schwächeren sind also von den bevorstehenden Veränderungen am wenigsten betroffen.

Dachdecker sind in aller Munde. Betrifft es denn diese Personen besonders? Und wie könnte dem vorgebeugt werden?

Prof. Miegel: Es betrifft alle, denen es schlechterdings nicht möglich ist, bis zum 67. Lebensjahr einem Erwerb nachzugehen. Wahrscheinlich muss in der Tat für diesen Personenkreis die Erwerbsunfähigkeitsrente in zeitgemäßer Form reaktiviert werden.

Welche Zukunftsaussichten hat Ihrer Meinung nach das derzeitige Rentensystem und wie sieht eine Alternative aus?

Prof. Miegel: Wie sich die Dinge entwickeln, wird das derzeitige Rentensystem trick- und fintenreich in eine allgemeine und gleiche Grundsicherung umgewandelt. Das ist dann die Zukunft. Ich hätte mir diese Umwandlung anders gewünscht: offen und ehrlich. Aber nun wird sie eben hinten herum durch die kalte Küche vorgenommen werden.

Herr Prof. Miegel, wir bedanken uns für dieses Gespräch!

von
siggy

Ich wohne in USA und als Deutsche Habe ich mich immer festgehalten an das WORD.
"WORT"Ich hatte mir vorgestellt das der "GERMAN" ein Mann ein Word"
Aber ich lese in diese antowrt..Poltiker sind alle gleich....
Das geld ist da fuer grosse plane , aber fuer die "Arbeiter" nichts..Bin sehr entaeuscht....
siggy