von
beere1

Hallo ...

ich bin 25 jahre alt und und leide seit 7 jahren an starken depressionen und angstzuständen. habe bis jetzt nur ca 10 monate gearbeitet in meinem leben durch die krankheit.habe mit 17 die realschule und danach ging nix mehr. habe etliche therapien usw durch. meine frage was mein zustand angeht sollte es eigtlich mit der EM Rente klappen habe ja etliche berichte usw. aber da ich ja nur 10 monate gearbeitet habe , weiss ich nicht wie das nun ablaufen wird. hat jemand erfahrung oder ahnung ? LG

von
Jupp

Die EM-Rente ist eine Versicherungsleistung,soll heissen,man zahlt vorne ein und hinten kommt etwas raus.Und für eine EM-Rente heisst das, man hatte innerhalb von 60 Monaten 36 Monate eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit und entsprechend Beiträge abgeführt,trifft bei Ihnen aber nicht zu.
Somit wäre nicht die DRV Ihr Ansprechpartner sondern das Jobcenter oder bei langfristig bestehender Erwerbsunfähigkeit das Sozialamt.

von
beere1

danke fur ihre antwort. aber der grund dafur dass ich nur 10 monate gearbeitet habe ist ja meine krankheit. also ich habe schon fälle gehört die em rente erhalten haben obwohl sie nicht gearbeitet haben. vielleicht würde mir eine experten antwort ganz ganz klare sicht ermöglichen. nochmal danke fur ihre hilfe und antwort. LG

von
beere1

ebenfalls muss ich erwähnen dass ich in den letzten jahren 2 jahre vom jobcenter leistungen erhalten habe.

von
Jupp

Zitiert von:
Unter bestimmten Voraussetzungen können Versicherte die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) von 5 Jahren vorzeitig erfüllen. Das ist dann der Fall, wenn der Versicherte wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, einer Wehrdienst- oder Zivildienstbeschädigung oder wegen politischen Gewahrsams vermindert erwerbsfähig geworden sind. Grundsätzlich genügt hier schon ein einziger Beitrag zur Rentenversicherung, bei einem Arbeitsunfall oder Eintritt einer Berufskrankheit nur, wenn Sie zum Zeitpunkt des Unfalls oder der Erkrankung versicherungspflichtig waren; anderenfalls müssen Sie mindestens 1 Jahr Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit in den letzten 2 Jahren davor gezahlt haben.
Die Wartezeit ist ebenfalls vorzeitig erfüllt, wenn der Versicherte vor Ablauf von 6 Jahren nach Beendigung einer Ausbildung voll erwerbsgemindert geworden ist und in den letzten 2 Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge nachweisen kann. Der Zeitraum von 2 Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung verlängert sich um Zeiten einer schulischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres bis zu 7 Jahren.

http://www.budget.bmas.de/DE/StdS/Alter/Rente_Ruhestand/Erwerbsminderung/erwerbsminderung_inhalt.html?nn=277908&notFirst=true&docId=373430

von
Finkenhaus

Zitiert von: Jupp

Die EM-Rente ist eine Versicherungsleistung,soll heissen,man zahlt vorne ein und hinten kommt etwas raus.Und für eine EM-Rente heisst das, man hatte innerhalb von 60 Monaten 36 Monate eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit und entsprechend Beiträge abgeführt,trifft bei Ihnen aber nicht zu.
Somit wäre nicht die DRV Ihr Ansprechpartner sondern das Jobcenter oder bei langfristig bestehender Erwerbsunfähigkeit das Sozialamt.

"man zahlt vorne ein und hinten kommt
e t w a s raus"- sehr schön gesagt.

Leider ist das etwas nur ein Teil dessen was man eingezahlt hat.

An den Einzahlungen haben sich in der Vergangenheit noch viele andere gütlich getan und Gelder für die sog. versicherungsfremde Leistungen umgelenkt.

Sonst wäre die Renten heute im Durchschnitt weitaus höher und es gebe nicht so viel Altersarmut. Aber das darf man heute nicht laut sagen.

von
K. Faulhaber

Da haben sie schlechte Karten für eine EM-Rente.

Wenn sie eine Frau sind, könnten sie vielleicht durch Kinderkriegen ihre Situation zumindestens bezüglich einer Rente verbessern.

Kinder werden vom Staat umfangreich bezuschusst - gerade bei der Rente wird dies stark berücksichtigt.

Informieren sie sich mal.

von
=//=

Zitiert von: Jupp

Zitiert von:
Unter bestimmten Voraussetzungen können Versicherte die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) von 5 Jahren vorzeitig erfüllen. Das ist dann der Fall, wenn der Versicherte wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, einer Wehrdienst- oder Zivildienstbeschädigung oder wegen politischen Gewahrsams vermindert erwerbsfähig geworden sind. Grundsätzlich genügt hier schon ein einziger Beitrag zur Rentenversicherung, bei einem Arbeitsunfall oder Eintritt einer Berufskrankheit nur, wenn Sie zum Zeitpunkt des Unfalls oder der Erkrankung versicherungspflichtig waren; anderenfalls müssen Sie mindestens 1 Jahr Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit in den letzten 2 Jahren davor gezahlt haben.
Die Wartezeit ist ebenfalls vorzeitig erfüllt, wenn der Versicherte vor Ablauf von 6 Jahren nach Beendigung einer Ausbildung voll erwerbsgemindert geworden ist und in den letzten 2 Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge nachweisen kann. Der Zeitraum von 2 Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung verlängert sich um Zeiten einer schulischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres bis zu 7 Jahren.

http://www.budget.bmas.de/DE/StdS/Alter/Rente_Ruhestand/Erwerbsminderung/erwerbsminderung_inhalt.html?nn=277908¬First=true&docId=373430

Die gesetzliche Bestimmung des § 53 Abs. 2 Sozialgesetzbuch -SGB- VI greift hier leider nicht, da nicht mindestens 12 Pflichtbeiträge gezahlt wurden.

@beere1

Ein Rentenanspruch besteht demnach nicht

Sie können evtl. Grundsicherungsleistungen beim Landratsamt -Grundsicherungsamt -beantragen. Setzen Sie sich mit diesem in Verbindung.

von
Sozialamt-Tante

Dazu noch ein Rat :Rentenanspruch besteht nicht, das ist klar. Aber sogar wenn er bestehen würde, versuchen sie bitte alles, um nicht für erwerbsgemindert eingestuft zu werden. Solange man sich als Hartz-Iv-Empfänger halten kann, ist das die bessere Lösung.
Wenn sie zum Sozialamt müssen, müssen evtl.sogar ihre Eltern zahlen .

von
=//=

Zitiert von: Sozialamt-Tante

Dazu noch ein Rat :Rentenanspruch besteht nicht, das ist klar. Aber sogar wenn er bestehen würde, versuchen sie bitte alles, um nicht für erwerbsgemindert eingestuft zu werden. Solange man sich als Hartz-Iv-Empfänger halten kann, ist das die bessere Lösung.
Wenn sie zum Sozialamt müssen, müssen evtl.sogar ihre Eltern zahlen .

Nicht ganz richtig...

Bei Sozialhilfe müssen ggfls. die Eltern mit zum Unterhalt beisteuern. Bei Grundsicherung nur, wenn das Gesamteinkommen mehr als 100.000 EUR im Jahr beträgt.

von
Schade

Den Tipp: "an Kinder zu denken, weil die vom Staat bezuschußt werden" halte ich für das letzte wozu man raten kann.

Wie um Himmels willen, will eine junge Frau, die es seit 7 Jahren wegen Depressionen und Ängsten nicht hingekommt auch nur zu arbeiten, schon gar nicht eine Ausbildung hinbekommt, denn schaffen verantwortungsvoll Kinder aufzuziehen.

Wer dazu rät, verschließt die Augen vor der Realität oder hält es für gut, dass der Staat nicht nur jahrelang für die Mutter, sondern auch noch jahrelang für diese Kinder zahlt, ohne dass jemals selbst Steuern / Beiträge gezahlt werden.

von
beere1

ich wünsche ihnen trotz dieser schlechten negativen worte nie eine depressionen oder derart andere erkrankung. sie stempeln mich als schmarotzer da und stellen meinen eltern falsche dinge unter. wenn sie nur wüssten was ich alles in den letzten jahren durchgemacht hab. dennoch alles gute

von
beere1

ich nehne an dass sie selber in ihrem leben frustriert sind. wirklich armseelig als erwachsener solche kommentare abzugeben.

von
regfil

Zitiert von: beere1

ich wünsche ihnen trotz dieser schlechten negativen worte nie eine depressionen oder derart andere erkrankung. sie stempeln mich als schmarotzer da und stellen meinen eltern falsche dinge unter. wenn sie nur wüssten was ich alles in den letzten jahren durchgemacht hab. dennoch alles gute

wenn sie den Beitrag von Schade meinen-
weder stehen da schlechte oder negative Worte, noch stempelt man irgendjemand zu Schamrotzern oder schlechten Eltern ?

Einfach mal den Beitrag nochmal in Ruhe lesen und verstehen:
Schade spricht die Ratgeber an- die zu einem oder gar mehreren Kindern raten, damit Geld vom Staate fliesst

und mit seinen Worten :
"wie kann man jemand mit Depressionen raten auch noch Kinder in die Welt zu setzen -wie sollte das für Kinder und Mutter denn gutgehen "

die sind weder schlecht noch negativ- sondern eher voll Verständniss für die Situation eines an Depression Erkrankten !

Und bei keinen anderen Beitrag davor sehe ich auch jemand der Schlechtes und negatives redet-
der Vorschlag mit den Kindern in die Welt zu setzten-war eher in der Richtung *unüberlegt*
(freundlich ausgedrückt) aber nicht beleidigend ?

von
Sozialamt-Tante

beere1, ne , ihre Reaktion,verstehe ich auch nicht. Alle Informationen hier waren gut und korrekt. Auch was ich sagte, sei nochmal ans Herz gelegt.
Sogar wenn Sie einen geringen Rentenanspruch hätten, würd ich dringend abraten vom Rentenantrag. Um unabhängig zu sein, würde es niemals reichen, und dann hätten Sie richtigen Schlamassel. Mein Vorschreiber sagt richtig, dass Eltern nur bei Sozialhilfe unterhaltspflichtig sind, nicht bei Grundsicherung. Aber Grundsicherung kriegen sie nicht mit 25 Jahren und Depressionen. Sie wären der seltene Ausnahmefall, jung, alleinstehend, befristet berentet, wo die Eltern ran müssten.

von Experte/in Experten-Antwort

Neben einer vollen oder teilweisen Erwerbsminderung ist für einen Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung grundsätzlich erforderlich, dass die allgemeine Wartezeit von 60 Monaten Beitragszeiten und in den vergangenen fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 36 Monate mit Pflichtbeiträgen (üblicherweise sind dies Beiträge aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung) zurückgelegt wurden. Diese beiden versicherungsrechtlichen Voraussetzungen sind nicht erforderlich, wenn die Wartezeit vorzeitig erfüllt ist. Von den insoweit möglichen Konstellationen kommt bei dem geschilderten Sachverhalt für eine vorzeitige Wartezeiterfüllung nur in Betracht, dass innerhalb von sechs Jahren nach Beendigung einer Ausbildung volle Erwerbsminderung eingetreten ist. Zusätzlich ist dann erforderlich, dass in den letzten zwei Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung mindestens ein Jahr (oder 12 Monate) Pflichtbeiträge sind. Als Ausbildung zählt auch jede Schulausbildung, so dass die volle Erwerbsminderung innerhalb von sechs Jahren nach Beendigung der Realschule eingetreten sein müsste. Allerdings wurde nur zehn Monate gearbeitet, so dass die weitere Voraussetzung, in den letzten zwei Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung muß ein Jahr bzw. 12 Monate Pflichtbeiträge liegen, nicht erfüllt wäre. Hierbei ist es unerheblich, dass Sie aufgrund der Krankheit nicht mehr als zehn Monate arbeiten konnten. Bitte beachten Sie, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch Krankengeldbezugszeiten und Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld I Pflichtbeitragszeiten sind. Damit Ihnen keine Ansprüche verloren gehen, sollten Sie sich bei einem Rentenversicherungsträger kostenlos beraten lassen.

von
=//=

Zitiert von: Sozialamt-Tante

beere1, ne , ihre Reaktion,verstehe ich auch nicht. Alle Informationen hier waren gut und korrekt. Auch was ich sagte, sei nochmal ans Herz gelegt.
Sogar wenn Sie einen geringen Rentenanspruch hätten, würd ich dringend abraten vom Rentenantrag. Um unabhängig zu sein, würde es niemals reichen, und dann hätten Sie richtigen Schlamassel. Mein Vorschreiber sagt richtig, dass Eltern nur bei Sozialhilfe unterhaltspflichtig sind, nicht bei Grundsicherung. Aber Grundsicherung kriegen sie nicht mit 25 Jahren und Depressionen. Sie wären der seltene Ausnahmefall, jung, alleinstehend, befristet berentet, wo die Eltern ran müssten.

Ich habe nur von der Grundsicherungsleistung gesprochen, bei der die Eltern eben NICHT ran müssten.

Auch mit 25 kann man Grundsicherung beantragen und beziehen, wenn festgestellt wird, dass ein DAUERNDES LEISTUNGSVERMÖGEN VON UNTER 3 STUNDEN besteht. Das ist bei Depressionen zwar meistens nicht der Fall (dauernd), aber es kommt auf den gesamten Gesundheitszustand an und das wird dann bei der DRV geprüft.

Übrigens kommt das Jobcenter auch irgendwann auf den Trichter, die Erwerbsfähigkeit zu bezweifeln, wenn aus gesundheitlichen Gründen evtl. Stellenangebote immer wieder abgelehnt werden müssen. Dann kann auch das Jobcenter die Erwerbsfähigkeit oder -unfähigkeit durch die DRV prüfen lassen.

von
Schorsch

Zitiert von: Sozialamt-Tante

Solange man sich als Hartz-Iv-Empfänger halten kann, ist das die bessere Lösung.
Wenn sie zum Sozialamt müssen, müssen evtl.sogar ihre Eltern zahlen .

Es würde aber nicht lange dauern, bis das JobCenter eine amtsärztliche Untersuchung anordnet und zur Rentenantragsstellung auffordert.

Hartz4-Leistungen beziehen wie ein Gesunder aber Vermittlungsvorschläge bzw. Integrationsmaßnamen ablehnen wie ein Erwerbsunfähiger, geht nämlich nicht so leicht.

Es kann sogar davon ausgegangen werden, dass EMR-Anträge auf "JobCenter-Druck" bevorzugt bearbeitet werden, als "freiwillig" gestellte Anträge.

So etwas nennt man dann klassisches Eigentor.

von
Sozialamt-Tante

Wir widersprechen uns doch gar nicht. Wichtig ist nur für den Betroffenen, dieses Risiko zu kennen. Oft kann man durchaus noch gegensteuern, indem man Maßnahmen mitmacht, kleine Jobs annimmt. .Zumindest darf man nicht leichtfertig und nichtsahnend selber auf den Rentenantrag dringen.

von
=//=

Zitiert von: Sozialamt-Tante

Es kann sogar davon ausgegangen werden, dass EMR-Anträge auf "JobCenter-Druck" bevorzugt bearbeitet werden, als "freiwillig" gestellte Anträge.

Na ja, das nicht gerade. Wenn nämlich das Jobcenter den Versicherten zur Rentenantragstellung auffordert, dauert es eh meistens ewig, bis der formelle Rentenantrag dann auch gestellt wird und bei der DRV eingeht. Es sei denn, das Jobcenter stellt seine Leistungen ziemlich schnell ein oder kürzt diese.

Meistens fragt das Jobcenter aber zunächst bei der DRV an, ob die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine EM-Rente erfüllt sind. Ist dies nicht der Fall, wird in der Regel auch nicht zur Rentenantragstellung aufgefordert.

Eine ärztliche Untersuchung kann vom JC aber trotzdem veranlaßt werden und wenn keine Erwerbsfähigkeit vorliegt, wird entweder zum Grusi-Amt oder Sozialamt "abgeschoben". Womit der Kreislauf wieder geschlossen wird.