von
Schützearsch

Über den Grundwehrdienst in der ehemaligen DDR habe ich eine Unteroffizierszeit gemacht und war insgesamt 3 Jahre bei der "Fahne".
Die 1,5 jahre Grundwehrdienst werden wohl mit 0,75 rentenpunkten/ Jahr bewertet.
In den folgenden 1,5 Jahren der Armeezeit wurden weniger Rentenpunkte errechnet. Die Berechnung erfolgte nur auf Grundlage der im SV-Buch bescheinigten Verdienste die so bei 300- 400 Mark im Monat lagen.
Hatte nicht für diese 2. Hälfte auch mindestens 0,75 Rentenpukte/ pro Jahr berechnet werden mssen?

von
zelda

Hallo,

das ist schon richtig so, wie es bewertet wurde. Die Vorschrift (§ 256 a Abs. 4 SGB VI) lautet:

"Für Zeiten vor dem 1. Januar 1992, in denen Personen aufgrund gesetzlicher Pflicht mehr als drei Tage Wehrdienst oder Zivildienst im Beitrittsgebiet geleistet haben, werden für jedes volle Kalenderjahr 0,75 Entgeltpunkte, für jeden Teilzeitraum der entsprechende Anteil zugrunde gelegt."

Und den Wehrdienst aufgrund gesetzlicher Pflicht haben Sie nur in den ersten 18 Monaten geleistet. Die anschließenden 18 Monate waren mehr oder weniger freiwillig.

MfG

zelda

Experten-Antwort

Ich kann mich dem Beitrag vom "zelda" anschließen. Nur für die Zeit des gesetzlichen Wehrdienstes soll eine besondere bzw. bessere Bewertung erfolgen. Es gibt jedoch eine Besonderheit, wenn Sie als Angehöriger der NVA einem Sonderversorgungssystem angehörten (was u.a. auch vom Dienstgrad abhängt). Wenden Sie sich diesbezüglich noch einmal an den Rentenversicherungsträger und bitten um entsprechende Prüfung.

von
aha

Und wenn Sie beim Wachregiment „Feliks Dzierzynski“ gedient haben, dann sollten Sie nochmals scharf nachdenken, wie Sie die Fragen zur Mitarbeit beim MfS beantwortet haben ;-)