von
Schiko.

Sehr geehrter Herr Wolfgang,

auf meinen eintrag am 19.06.07 haben sie mir am
20.06. 9 ; 59 geantwortet und verschiedenes rich-
tig gestellt.
Der beamte hat sich so vorgestellt wie ich dies er-
wähnt habe, wollte nicht mehr stellung nehmen.
Inzwischen wissen wir ja, sie waren früher finanzbeamter
und sind nunmehr steuerberater.Dagegen bin ich ja
nur ein lichtlein . Dies ist auch der grund warum ich
heute ihre hilfe erbitte, dies bleibt ja anonym.

Seit jahren bin ich einen früheren polizeibeamten- der
bei einem einsatz beide beine verlor - , bei der steuerer-
klärung behilflich. Er ist inzwischen als angestellter
bei seiner früheren dienstelle 50 km. vom wohnort ent-
fernt beschäftigt.
Für diese 50 km vom wohnort entfernt werden für 224
arbeitstage bei 100 % behinderung €. 6.720 anerkannt.
Bei der steuererklärung 2005 hat der beamte nur 4500
verrechnet.Der einspruch erbrachte 641 nachzahlung
plus soli.
In beiden bescheiden vom 6.6. und 5.7. 2006 wurde die
bezahlte kirchensteuer von 905 minus 226 erstattung für
2004 verrechnet und 679 absetzbar anerkannt.
Durch die erstattung von 641 mußte auch die kirchen-
steuer berichtigt werden. Dies erfolgte erst mit
kirchensteuerbescheid vom 7.7.2006.
In 2007 sind nur 90 kirchensteuer angefallen und die
absetzbare paulschale von 72 verrechnet. Die verrechnung
der kirchensteuer für 641 steuererstattung konnte in
2006 nicht mehr kompensiert werden, da nur 90 anfielen.
Nunmehr erging am 3.8.07 der 3. bescheid mit einer
nachforderung von 75 / 4,12 steuer und soli.

Ist diese nachforderung berechtigt oder kann ich auch hier
widerspruch einlegen.

Herzlichen dank für ihre Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen.

von
wolfgang

Sehr geehrter Herr Schiko,

das nenne ich einen Zufall. Habe heute seit längerer Zeit wieder mal dieses Forum besucht. Ein "Lichtlein" sind Sie nicht, denn vor Ihren fachlichen Beiträgen ziehe ich den Hut. In der heutigen Gesetzesflut den Überblick zu haben, dazu gehört schon einiges. Und da haben Sie und einige Forumsteilnehmer einen besseren Überbick als die Damen und Herren, die diesen "Wahnsinn" verabschieden.

Zu Ihrer Frage:
Ich musste doch einige male lesen, um Ihr Problem nachvollziehen zu können. Zumindest sehe ich Ihr Problem darin, dass die aufgrund der Steuererklärung 2005 und des daraus folgenden Einspruchsverfahrens im Jahr 2006 erfolgte Kirchensteuererstattung höher ist, als die tatsächlich in 2006 gezahlte Lohn-Kirchensteuer (90 €).

Es gilt in diesem Fall folgende Regel: Zunächst muss das Finanzamt die in 2006 erstattete Kirchensteuer (aufgrund Einkommensteuer 2005) mit den als Sonderausgaben des betreffenden Jahres bezahlten Lohn-Kirchensteuern verrechnen (also 2006 - 90 €). Dazu hat das Finanzamt gewartet, bis Sie in 2007 die Steuererklärung 2006 abgeben. Dort wurde dann festgestellt, dass die Kirchensteuer-Erstattung für 2006 (aufgrund Einkommensteuer 2005) höher als die in 2006 gezahlte Lohn-Kirchensteuer ist. In diesem Fall wird der Sonderausgabenabzug im Zahlungsjahr (= 2005) nachträglich gekürzt. Ich vermute, dass Finanzamt hat Ihrem Bekannten deshalb den 3. Bescheid für 2005 vom 3.08.2007 als nach § 175 Abs. 1 S 1 Nr. 2 AO geändert zugesandt.

Habe ich Ihr Anliegen richtig verstanden, ist das Vorgehen des Finanzamtes nicht zu beanstanden.

Damit verlasse ich das Forum mal wieder...