von
Gaby

Guten Tag!
Ich, Jahrgang 1955, habe am 01.04.2016
meine 45 Berufsjahre, ohne Unterbrechung in einem angestellten Verhältnis, voll.
Das ich dann bereits ab 2018, also mit Abschlägen in Rente gehen kann, ist mir klar.
Nun möchte ich aber schon mit 61 Jahren!! in Rente gehen und zwar so, dass ich für die Jahre von 2016 - 2018 die vollen Beiträge (Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteile)und von 2018-2020 (Altersrente 65 Jahre) die Abschläge aus meiner eigenen Tasche in die Rentenkasse einzahlen, um somit dann ab dem 61. Lebensjahr eine Vollrente zu beziehen! Ist dieses überhaupt möglich?
Der Rentenkasse kann es doch egal sein, woher die Beiträge kommen, entweder Arbeitgeber- u. Arbeitnehmeranteile für 2 Jahre, die ich eigentlich noch arbeiten müßte, oder aber von mir in voller Höhe. Über eine Antwort würde ich mich freuen. Vielen Dank und Gruß Gaby

von
Wessi

Zitiert von: Gaby

Der Rentenkasse kann es doch egal sein, woher die Beiträge kommen, entweder Arbeitgeber- u. Arbeitnehmeranteile für 2 Jahre, die ich eigentlich noch arbeiten müßte, oder aber von mir in voller Höhe. Über eine Antwort würde ich mich freuen. Vielen Dank und Gruß Gaby

Kreative Idee. Sie vergessen aber eines: Die Abschläge sind kein Ausgleich für fehlende Beiträge, sondern dafür, dass Sie länger Rente beziehen. Funktioniert also nicht.

von
Norden

Sie haben eben im falschen Land gearbeitet: In Frankreich gibts nach 41 Versicherungsjahren volle Rente mit 60, in Griechenland dto. mit 40 Versicherungsjahren.

Experten-Antwort

Sehr geehrte Frau Gaby,

es gibt tatsächlich die Möglichkeit, eine Rentenminderung, die durch die vorzeitige Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters entsteht, durch eine Beitragszahlung auszugleichen und es besteht unter bestimmten Voraussetzungen auch die Option der freiwilligen Beitragzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung. Aber es funktioniert nicht in der Form, wie Sie es in Ihren Darstellungen gestalten möchten. Zur Abklärung Ihrer Möglichkeiten empfiehlt sich ein persönliches Beratungsgespräch in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung .

von
Gaby

Vielen Dank für die Auskunft!
Ich habe mir jetzt einen Termin
in einer Beratungsstelle geben lassen
um zu sehen, wie es sich rechnet.
Viele Grüße
Gaby

von
DarkKnight Rv

Hallo Gaby,

dass rechnet sich in der Regel überhaupt nicht.

Und den von Ihnen geplanten früheren Rentenbeginn können Sie sich auch nicht "erkaufen"!!

Sie können frühestens mit 63 Jahren in die Altersrente für langjährig Versicherte mit einem Abschlag von 9,9%. Diesen Abschlag könnten Sie ausgleichen. Aber ohne genau nachzurechnen, dürften sie mehrere zehntausend Euros dafür zahlen müssen.

Sie haben natürlich auch noch die Möglichkeit sich mit 61 Jahren kündigen zu lassen und dann zunächst einmal das Arbeitslosengeld I in Anspruch zu nehmen. Damit könnten Sie dich Zeit bis 63 wahrscheinlich überbrücken, müssten aber natürlich mit den normalen Spielregeln der Agentur für Arbeit leben (melden, bewerben etc.).

Wäre nett, wenn Sie hier noch einmal posten würden, was Ihnen bei dem A&B Termin geraten wurde!!!

von
Wellensittich

Eventuell haben Sie Krankheiten mit denen Sie einen Schwerbehindertenaußweis ausgestellt bekommen dann können Sie soweit ich weiß schon ab 60 in Altersrente.
50%+

Link:

http://www.global-help.de/gdb-tabelle/8.shtml

von
W*lfgang

Zitiert von: Wellensittich

Eventuell haben Sie Krankheiten mit denen Sie einen Schwerbehindertenaußweis ausgestellt bekommen dann können Sie soweit ich weiß schon ab 60 in Altersrente.
50%+

Link:

http://www.global-help.de/gdb-tabelle/8.shtml

Wellensittich,

Jahrgang 55 ist mit einer Altersrente für schwerbehinderte Menschen _nicht_ mehr ab 60 mit der Rente dran, sondern ausnahmslos erst ab 60 + 9 Monaten.

Eine bessere Übersicht (als Ihren Link) zu den Voraussetzungen dieser Rentenart finden Sie direkt bei der DRV, z. B. im Merkblatt (Seite 21 ff.):

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/de/Inhalt/04_Formulare_Publikationen/02_info_broschueren/03_rente/die_richtige_altersrente_fuer_sie.html?nn=85096

Gruß
w.