von
gabriela

hallo forum

ich habe anlässlich einer betriebsbedingten kündigung eine abfindung für den verlust des arbeitsplatzes erhalten.es geschah in einem gerichtlichen vergleich und nach tarifsozialplan.

muss ich das der rv melden?
wenn das angerechnet sein sollte, wie sieht es aus mit der anrechnug?
wird die abfindung nur einmalig angerechnet in dem monat wo sie gezahlt wurde oder wird der ganze betrag auf mehrere monate verteilt und angerechnet?

danke für antworten

von
Angelika

Warum sollte die RV das wissen wollen ? Wenn Sie danach Anspruch auf ALG1 haben wird Ihnen ( glaub ich ) die Abfindung angerechnet. Aber vieleicht fragen Sie nochmal in einem Forum der AA.
MFG

von
gabriela

ich wollte noch ergänzend sagen, dass ich em rente beziehe

von
Uuuuups

Nicht als Arbeitsentgelt i. S. d. § 96a SGB 6 gelten Abfindungen, die wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt werden.

Wird ein vom Arbeitgeber gezahlter Betrag lediglich als "Abfindung" bezeichnet, stellt dieser aber tatsächlich Arbeitsentgelt i. S. des § 14 SGB 4 dar (z. B. rückständiges Arbeitsentgelt anlässlich einer einvernehmlichen Beendigung von Arbeitsverhältnissen oder ihrer gerichtlichen Auflösung im Kündigungsschutzprozess) ist dieser Betrag als Hinzuverdienst zu berücksichtigen.

von
Spezi

Zitiert von: Angelika

Warum sollte die RV das wissen wollen ? Wenn Sie danach Anspruch auf ALG1 haben wird Ihnen ( glaub ich ) die Abfindung angerechnet. Aber vieleicht fragen Sie nochmal in einem Forum der AA.
MFG

Abfindungen werden nicht auf ALG1 angerechnet. Lediglich der Beginn der ALG1 Laufzeit wird aufgrund der Höhe der Abfindung auf einen späteren Termin berechnet. ALG1 erhält man dann in voller zustehender Höhe und für die gesamte gesetzliche Laufzeit.

Hat man der Aufhebung des Arbeitsvertrages zugestimmt, jedoch die gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten, bekommt man in der Regel 3 Monate Sperrfrist bei ALG1, d.h. man verliert 3 Monate ALG.

Kann man jedoch nachweisen, dass man der Aufhebung des Arbeitsvertrages aus krankheitsbedingten Gründen zugestimmt hat und die Kündigungsfrist wurde auch eingehalten, dann erhält man sofort ALG1 ohne Sperrfrist und ohne irgendwelche Abzüge trotz Abfindung.

Das musste mal gesagt sein, weil es hier immer wieder mal und auch an den Stammtischen heisst "Abfindung wird dem ALG1 angerechnet." Stimmt nicht.

von
gabriela

mir geht es aber um em rente und nicht um das arbeitlosengeld

Experten-Antwort

Hallo gabriela,

Abfindungen, die wegen Beendigung einer versicherungspflichtigen Beschäftigung als Entschädigung für die Zeit danach ( wegen Verlust des Arbeitsplatzes) gezahlt werden, sind kein beitragspflichtiges Arbeitsentgelt. Eine solche Abfindung ist zeitlich nicht mehr der früheren Beschäftigung zuzuordnen.