von
Waltraud Müller

Ich bin 48 Jahre alt, beziehe seit Ende 2007 eine unbefristete Teilerwerbsminderungsrente und arbeite halbtags als Bilanzbuchhalterin. Im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen im Konzern bietet man mir eine Abfindung an. Wie würde diese sich auf den Rentenbezug auswirken? Eventuelles Arbeitslosengeld würde nach meiner Kenntnis gegengerechnet.

Experten-Antwort

Abfindungen, die wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt werden (also als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes) sind kein Hinzuverdienst, der auf die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung angerechnet wird.
Wird ein vom Arbeitgeber gezahlter Betrag aber lediglich als „Abfindung“ bezeichnet, obwohl es sich eigentlich um Arbeitsentgelt i. S. des § 14 SGB 4 handelt (z. B. rückständiges Arbeitsentgelt anlässlich einer einvernehmlichen Beendigung von Arbeitsverhältnissen oder ihrer gerichtlichen Auflösung im Kündigungsschutzprozess) ist dieser Betrag als Hinzuverdienst zu berücksichtigen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 08.05.2012, 15:00 Uhr]