von
JulianW

Hallo erstmal,
Ich habe Ende letzten Jahres einen Antrag auf eine stationäre Entwöhnungstherapie gestellt. Leider ist diesesr mit der Begründung ich sei nicht Therapiewillig und zeige keine Krankheitseinsicht abgelehnt worden. Dies ist ganz und gar nicht richtig, was auch mehrere Berichte aus der Übergangstherapie in der ich mich zur Zeit befinde belegen.
Wie kann die Rentenversicherung solche Aussagen treffen??
Kann es was damit zu tun haben, dass ich 2007 eine Therapie in der Adaptionsphase abgebrochen habe??

Wie lange dauert es gewöhnlich bis eine Entscheidung des Widerspruchs gefällt wird??

von
B´son

Rein logisch ergibt sich für mich folgende Schlußfolgerung :

Drogentherapie 2007 abgebrochen = keine Einsicht = Therapieunwillig = warum sollte die DRV dann die (nicht gerade niedrigen) Kosten übernehmen, wenn die Erfolgsaussichten nach deren Ansicht u.U. nicht gegeben sind ?

von
Nix

Sicher haben Sie ein Gespräch mit einem Sozialberater gehabt, der einen Gesprächsvermerk über seinen Eindruck über Sie protokolliert hat oder Sie wurden in der ärztlichen Untersuchungssstelle untersucht und haben einen derartigen Eindruck hinterlassen.

Legen Sie Widerspruch gegen die Ablehnung der Sucht-Massnahme schriftlich ein.
Am Besten, Sie legen auch ein ärztliches Attest bei.

Über die Widerspruchsbearbeitungsdauer kann ich keine Aussage treffen.

Nix

Experten-Antwort

Hallo JulianW,

es handelt sich hier um einen sehr individuellen Sachverhalt, der ohne genaue Kenntnis der Unterlagen nicht beurteilt werden kann. Auch zur Dauer des Widerspruchsverfahrens können wir keine allgemeinverbindliche Aussage treffen, da dies insbesondere davon abhängt, wann der Widerspruchsausschuss über den Sachverhalt entscheidet. Die Zeitdauer hängt somit von der Terminplanung des jeweiligen Rentenversicherungsträgers ab.

Wir bitten um Verständnis, dass wir solche spezielle Fragestellungen, in einem Internetforum nicht beantworten können.

von
Tanja

Hallo Julian,

legen Sie Widerspruch ein und gehen Sie notfalls vors Sozialgericht.

Nehmen Sie die Unterstützung einer Drogenberatungsstelle in Anspruch.
Belegen Sie Ihren Therapiewillen auch noch mit dem Attest eines Arztes, am besten eines Psychologen.
Ein Therapieabbruch sagt nichts Grundsätzliches über eine fehlende Krankheitseinsicht aus und lässt auch nicht auf Un-Therapierbarkeit schließen.
Und ignorien Sie solche dummen und unqualifizierten
Aussagen wie von B´son.

von
Max

Ein Therapieabbruch sagt nichts Grundsätzliches über eine fehlende Krankheitseinsicht aus und lässt auch nicht auf Un-Therapierbarkeit schließen.

NE NE, natürlich nicht. Die Therapie wurde wahrscheinlich wegen des schlechten Wetters abgebrochen.

UNFASSBAR!!!!

Und ignorien Sie solche dummen und unqualifizierten
Aussagen wie von B´son.

GENAU,DER SAGT NÄMLICH DIE WAHRHEIT.UND DIE WILL JA BEKANNTLICH KEINER HÖREN!!!!

von
Tanja

Max, ist es möglich, dass B´son und Sie identisch sind?
Es ist doch von der Psychologie her interessant, mit welchem Eifer Sie sich gegen Abhängigkeitskranke stellen, die einen Therapieabbruch 'hinglegen'.
Aus meiner langjährigen Praxis als Therapeutin in diversen Suchtkliniken heraus weiß ich, dass Suchtkranke jeder Coleur manchmal 2 und mehr Versuche brauchen um eine Therapie durchzuziehen.
Im Endeffekt ist alles wesentlich preiswerter, als einen chronisch Kranken auf Lebenszeit zu behandeln und (entweder durch Rente oder andere Sozialleistungen) durch ein Leben ohne Qualität zu ziehen.

von
B´son

Liebe Tanja,

hier noch ein dummer und unqualifiziertzer Beitrag.
Natürlich haben sie und nur sie mit allem was sie schreiben Recht, und natürlich kennen nur sie sich in diesem Metier aus, dass einmal vorweg.

Wenn jemand eine laufende Therapie abbricht, dann bestimmt nicht weil er "gerade mal keine Zeit" hat, sondern weil ...?
Na was sagt die Expertin ?
Vielleicht auch weil "Unwillen" vorliegt ?

Aber Nein, das kann ja garnicht sein, Abhängige sind natürlich alle nur Opfer und keiner kann etwas für seine Sucht, ist ja klar.
(Und glauben sie mir, ich kenne nicht nur einen oder zwei dieser Fälle, und mangelnde Einsicht liegt da seeeehr oft vor).

Sie dürfen nicht vergessen, JEDER ist selbst für seinen Zustand/seine Sucht verantwortlich, und eine Therapie in diesem Umfang kostet nunmal etliche 1000 EUR an Beiträgen ANDERER.
Dass die RV da vielleicht auch mal ablehnende Bescheide verschickt, gerade wenn erst vor kurzem eine genehmigte und zumindest teilweise GEZAHLTE Therapie abgebrochen wurde ist in meinen Augen nur rechtens.
Auch wenn sie sich vielleicht in diesem Bereich nicht auskennen, aber ein Arbeiter, der 40 Jahre auf dem Bau malocht und sich beim Arbeiten (und nicht wie Ihr Klientel zum Spaß) sämtliche Knochen ruiniert hat bekommt maximal alle 4 Jahre eine "Kurz"-Reha von i.d.R. 3-4 Wochen.

In diesem Sinne...

Ach ja, ich bin nicht mit Max identisch

von
Erstaunt

Was Sie hier schreiben, klingt erstaunlich realistisch und wirklichkeitsnahe, das gefällt mir. Sie können also auch anders. Sollten Sie öfters mal machen. Also -- weiter so ( nicht wie sonst)

von
Max

Ich habe gerade Ihren bemerkenswerten Beitrag gelesen. Ich teile Ihre Ausführungen zu 100 %!!!!

Schön, das endlich mal jemand den Mut hat, die Wahrheit zu ssagen (schreiben).

Hut ab!!!!Und ein grosses Kompliment!!!

Die Ausführungen von Tanja kennt man ja auch schlechten SOAPS. Ihre sind die WIRKLICHKEIT!!!!!

Weiter so!!!Und einen schönen Tag!!!

von
Pierre

Die 3 letzte Beiträge haben BILD, bzw. Stammtisch-Niveau.
Danke Tanja für Deinen qualifizierten Beitrag.

von
Mr.B.

Also, wenn dann muss es heissen, die "letzten" , nicht die "letzte" 3 Beiträge.

Man sollte Suchtabhängige noch mehr schützen. Warum schenkt man Ihnen nicht monatlich einfach so 5000 Euro. Weil Sie ja so arm dran sind. Das wäre doch das mindeste.

Sie brechen Therapien ab, beantragen wilkürlich neue.

Sowas muss man doch entsprechend belohnen.

Und das Geld sollte man Pierre und Tanja vom Gehalt abziehen. Aber dann würden Sie aufschreien, lauter als eine Horde noch dümmerer Möwen.