von
REHA Fragesteller

Hallo,
kann eine REHA Klinik tatsächlich die AHB Behandlung ablehnen, und quasi Rosinen picken machen und nur einfachere Fälle aufnehmen und kompizierte Indikationen ablehnen.

von
****

Vielleicht hat diese, ich nehme an "Wunschklinik" die Aufnahme einfach aus dem Grunde abgelehnt weil sie belegt ist und zur Zeit keine freien Plätze mehr hat !?

von
Herz1952

Hallo REHA Fragesteller,

außer dem von "****" genannten "Grund" kenne ich noch einen Grund, nämlich wenn der Patient mit dem berüchtigten "Krankenhauskeim" MRSA infiziert ist. Dann ist die Aufnahmekapazität auch begrenzt, weil diese Patienten "separiert" werden müssen.

Fragen Sie doch einfach beim Ihrem Krankenhaus nach, vielleicht können, die Ihnen den Grund nennen.

Im übrigen muss die AHB unmittelbar, bzw. spätestens nach 14 Tagen nach dem KH-Aufenthalt angetreten werden, sonst gilt sie nämlich nicht als Anschlussheilbehandlung, sondern hat nur noch "normale" Reha-Funktion, für diese gelten dann andere (gesundheitliche) Bedingungen.

Einfach mal im KH nachfragen. Das bringt Sie hoffentlich weiter.

Das mit den komplizierten Indikationen kann natürlich auch ein Grund sein, dass die angefragte Klinik abgelehnt hat, weil sie dafür nicht eingerichtet ist.

von
=//=

Zitiert von: Herz1952

Hallo REHA Fragesteller,

außer dem von "****" genannten "Grund" kenne ich noch einen Grund, nämlich wenn der Patient mit dem berüchtigten "Krankenhauskeim" MRSA infiziert ist. Dann ist die Aufnahmekapazität auch begrenzt, weil diese Patienten "separiert" werden müssen.

Fragen Sie doch einfach beim Ihrem Krankenhaus nach, vielleicht können, die Ihnen den Grund nennen.

Im übrigen muss die AHB unmittelbar, bzw. spätestens nach 14 Tagen nach dem KH-Aufenthalt angetreten werden, sonst gilt sie nämlich nicht als Anschlussheilbehandlung, sondern hat nur noch "normale" Reha-Funktion, für diese gelten dann andere (gesundheitliche) Bedingungen.

Einfach mal im KH nachfragen. Das bringt Sie hoffentlich weiter.

Das mit den komplizierten Indikationen kann natürlich auch ein Grund sein, dass die angefragte Klinik abgelehnt hat, weil sie dafür nicht eingerichtet ist.

Hallo @Herz1952,

also bei Ihren Antworten muß ich manchmal schon schmunzeln. :-)

Weil irgendwo irgendwann in einer Reha-Klinik mal ein Virus ausgebrochen ist, ist das mit Sicherheit nicht der Ablehnungsgrund der Reha-Klinik.

Die "Rosinen" werden von der Reha-Klinik mit Sicherheit nicht rausgepickt. Die Ablehnung liegt bestimmt daran, dass die Indikationen kompliziert sind und in dieser Klinik nicht (ausreichend) behandelt werden können. ODER dass tatsächlich erst in weiter Zunkunft ein Platz frei wird.

Den Grund der Ablehnung der Reha-Klinik kann man vom RV-Träger oder der Klinik erfahren, indem man dort anruft.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Im übrigen muss die AHB unmittelbar, bzw. spätestens nach 14 Tagen nach dem KH-Aufenthalt angetreten werden,.....

Nö. Meine damalige AHB begann erst 4 Wochen nach meiner Krankenhausentlassung und auf meinen Therapieplänen war auch ein "AHB-Status" vermerkt.

Zitiert von: Herz1952

...., sonst gilt sie nämlich nicht als Anschlussheilbehandlung, sondern hat nur noch "normale" Reha-Funktion, für diese gelten dann andere (gesundheitliche) Bedingungen.

Ach, und welche "anderen gesundheitlichen Bedingungen" sollen das sein?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo REHA-Fragesteller,

nein, die „Rosinen herauspicken“ kann sich eine Rehaklinik sicher nicht. Sollte es im Einzelfall tatsächlich einmal dazu kommen, dass ein Patient nicht in der Rehaklinik aufgenommen werden kann, so kann dies eigentlich nur an den von „=//=“ bereits genannten Gründen liegen. Um den tatsächlichen Ablehnungsgrund in dem von Ihnen beschriebenen Einzelfall zu erfahren, bleibt letztlich nur der direkte Kontakt zur Klinik oder zum Leistungsträger für die Rehabilitation.

von
Herz1952

Hallo =/=

Die Sache mit MRSA betraf meinen Bruder. Zustand nach Bauchspeicheldrüsen OP und gleichzeitig "Krankenhausbakterien". Multiple Resistenz Staphylokokken Aureus (Schreibfehler rein zufällig) (smile). Die Klinik hatte keine Plätze mehr für diese Patientengruppe frei. Der "Virus" ist falsch, es sind Bakterien und die sind nicht in der Rehaklinik ausgebrochen, sondern im Krankenhaus (viele Menschen sind Bakterienträger dieser Art und die Gefährdung besteht in erster Linie durch eine Immunschwäche, wie z.B. nach Operationen.
Es gibt deshalb Reha-Kliniken, die darauf eingerichtet sind. Die Bakterien sind multiresistent auf die meisten Antibiotika.

Ich lag mal auf einem Gang im Krankenhaus, wo diese MRSA "ausgebrochen" ist. Es war die komplett linke Ganghälfte, außer im Zimmer von meinem Kollegen und mir. Ich sagte mir, das ist ein ganz linkes Bakterium, aber wir zwei, wir waren ja "rechtschaffende" Patienten. Außerdem sahen die Schwestern so nett aus, mit Mundschutz und so. Ich fragte eine, ob sie nicht auch so "sexy" gekleidet in unser Zimmer kommen wolle. Das war doch wohl eine "dumme" Frage (smile).

Hallo Schorsch,

es gibt eben keine Regel ohne Ausnahme. Mich hat man jedenfalls dazu gedrängt. Ich hatte eigentlich auch keine Lust dazu früher die Reha anzutreten, weil mein Bein noch nicht "fit" war wegen der Venenentnahme. Ich habe deshalb die vollen 14 Tage erstmal zu hause verbracht. Dann gelang mir doch noch die "Punktlandung", wie das die Ärzte genannt haben.

Jedenfalls hat man mir gesagt, das eine AHB nur bis max. 14 Tage nach KH-Aufenthalt möglich wäre, dann wäre eine AHB-Maßnahme nicht mehr möglich. Daraus habe ich logischerweise schließen müssen, dass es andere Bedingungen für eine Reha auch noch geben muss.

Aber mir wurde schon so viel gesagt, dass ich immer weniger glauben kann. (smile). Auch logisch.

von
Herz1952

Nachtrag an "beide"

Gegenüber dem Bein aufschneiden, war das Brustbein auf sägen und mit Draht wieder "zusammenrödeln" ein Klax (smile)

von
Herz1952

Fast hätte ich es vergessen.

Ich durfte in meine Wunschklinik. Alle 3 Wochen ein "Schlemmer-Buffet". Ich hatte dies fast 2 mal, beim ersten Mal hatte ich leider "Magen".

Die Klinik war auch sonst mit dem Essen auf meine multiplen Krankheiten eingerichtet. Essen nach Wahl (auch vegetarisch). War "gut" für meine Gichtgefahr. Nachmittags gab es frischen Obstkuchen und Kaffee (mmmm, schmatz).

Ich war 5 Jahre danach nochmal wegen Tibiakopfbruchs in dieser "Klinik", mit Krankenhaustagegeld aus der Unfallversicherung.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Jedenfalls hat man mir gesagt, das eine AHB nur bis max. 14 Tage nach KH-Aufenthalt möglich wäre, dann wäre eine AHB-Maßnahme nicht mehr möglich. Daraus habe ich logischerweise schließen müssen, dass es andere Bedingungen für eine Reha auch noch geben muss.

Diese "14 Tage-Regelung" bedeutet lediglich, dass die Reha (AHB) unverzüglich an den KH-Aufenthalt anschließen SOLLTE, da dann die Heilungschancen am größten sind.

Es wäre aber paradox, einem Patienten seine Reha zu verweigern, nur weil er die bereits bewilligte AHB nicht innerhalb von 14 Tagen angetreten hat bzw. (wie in meinem Fall) nicht antreten konnte, weil der AHB-Antrag erst Wochen später bearbeitet wurde.

(Warum das in meinem Fall so lange gedauert hat, habe ich übrigens nie erfahren...)

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

ich stimme Ihnen prinzipiell zu. Es gibt aber auch Fälle, da ist die Reha noch zu früh, bei anderen fast zu spät, die haben sich auch ohne Reha gut rehabilitiert. Es kommt eigentlich auf den optimalen Zeitpunkt an, den man aber nicht immer bestimmen kann. Nach meinem Tibiakopfbruch war z.B. erst keine Reha vorgesehen außer ambulant z.T. Krankenhaus (aber nur "Krückenlaufen"), dann ambulant zu Hause und bei der Vorstellung beim Chirurgen hat er umgehend einen Reha-Antrag für mich gestellt.

Es ist halt so ähnlich wie mit der "Erfindung" der Haar Schneidemaschine. Auf den Einwand des Kunden, dass doch jeder Kopf anders ist, antwortete der Erfinder: "Vorher schon".

In der Reha wurden auch verschiedene "Gangarten" geübt, was vorher wegen der totalen Nichtbelastung des Beines (ca. 12 Wochen) nicht möglich war.

Danach war ich zu Hause schneller mit den "Gehstöcken" (die "Krücke" ist eigentlich dazwischen (smile)) im Biergarten oder auf einem Fest auf dem Berg, als vorher ohne Beinbruch (smile). Tolle Reha!