von
kotti

Hallo,

ich bekomme seit zwei Jahren Erwerbsminderungsrente auf Dauer wegen voller Erwerbsminderung nach einem Schlaganfall und linksseitiger Lähmung.Ich bin 52 Jahre alt.

Meine Frage: mein Hausarzt meinte, das der Abzug der 10,8 % bei mir nicht richtig wäre, weil ich einen Grad der Behinderung von 80 % habe.

Wenn das stimmt, wie muß ich dann vorgehen?

MfG

Danke für Antworten!!

von
Rosanna

Da irrt Ihr Hausarzt aber gewaltig! "Schuster bleib bei deinen Leisten", kann ich da nur sagen.

Selbstverständlich ist der Abschlag von 10,8 % rechtens, da es sich um eine EM-Rente nach dem ab 01.01.2001 geltenden Recht handelt. Dafür erhalten Sie - gewissermaßen als kleinen Ausgleich - die Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr. Eine Schwerbehinderung ist irrelevant bei einer EM-Rente.

MfG Rosanna

Experten-Antwort

Der Grad der Behinderung spielt bei der EM-RT keine Rolle; lediglich zur medizinischen Prüfung Ihres Leistungsvermögen werden die Unterlagen vom Versorgungsamt mit zu Grunde gelegt. Die 10,8% Kürzung haben Sie erhalten, weil Sie erst nach dem 01.01.2001 EM-Rentner wurden. Es hat also "leider" alles seine Richtigkeit.

von
kotti

Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Dann kann ich gleich meinen Arzt "verarzten".

von
Antonius

Selbst ein "Allgemeinmediziner" hat nicht von allem Ahnung !

MfG